Kreis appelliert eindringlich an Einhaltung der Corona-Maßnahmen / Auf Feiern verzichten

Fallzahlen steigen weiterhin bundesweit

Wetzlar/Herborn/Dillenburg (ldk): Der bundesweit steigende Trend der Corona-Fälle spiegelt sich auch im Lahn-Dill-Kreis wider: Mit einer aktuellen Sieben-Tage-Inzidenz von 9,38 liegt der Landkreis in dieser Woche zwar unter den Werten der vergangenen Woche, dennoch bleibt die Lage laut Kreis-Gesundheitsamt dynamisch. Ein Anstieg der Inzidenz könne schnell sowohl allgemein aber auch punktuell geschehen, sollten sich beispielsweise zu viele Menschen zur gleichen Zeit innerhalb eines Sozialraums mit dem Corona-Virus infizieren. „Und genau das gilt es auch weiterhin zu verhindern“, sagt Landrat Wolfgang Schuster. „Es gilt weiterhin diszipliniert und wachsam zu sein!“ Die Erkältungszeit stehe bevor – Kreis-Gesundheitsamt und das Gesundheitssystem damit vor einer großen Herausforderung.

Nach der Verabredung zwischen Bund und Ländern zu noch wirksameren Corona-Schutzregeln in dieser Woche bezieht auch Kreis-Gesundheitsdezernent Stephan Aurand erneut deutlich Stellung: „Diese Maßnahmen sind da, um uns selbst und unsere Mitmenschen vor dem Virus zu schützen. Die AHA-Regeln gelten nach wie vor für uns alle: Abstand halten, hygienisches Verhalten, Alltagsmasken tragen. Daran müssen wir uns so gut es geht, halten!“ Zu den bekannten Regeln hinzu kamen in dieser Woche zwei weitere dringende Empfehlungen durch Bund und Länder: C für Corona-Warn-App nutzen und L für regelmäßiges Lüften.

Laut Wolfgang Schuster sei es zudem richtig und wichtig, strengere und noch besser schützenden Maßnahmen besonders für Privatfeiern einzuführen. Schließlich stehe die Erkältungszeit bevor, außerdem hielte man sich bei sinkenden Außentemperaturen vermehrt in geschlossenen Räumen auf. „Die kalte Jahreszeit kommt und mit ihr neue Herausforderungen für uns alle. Das Virus verzeiht uns keine Fehler“, betont Schuster. Viele Infektionsgeschehen bundesweit haben in der jüngsten Vergangenheit gezeigt, dass private Feiern und die Art der Freizeitgestaltung häufig die Ursachen für regionale Ausbrüche waren. „Niemand möchte irgendjemand den Spaß verderben. Genauso gut möchte aber auch niemand von uns erkranken. Corona ist weiterhin unter uns. Muss man also während einer Pandemie unbedingt im großen Rahmen feiern?“, fragt Schuster. Es sei sicherlich immer eine Überlegung wert, wie man seine Freizeit angenehm aber auch verantwortungsvoll gegenüber sich selbst und gegenüber anderen gestalte.

Wolfgang Schuster dankt den Bürgerinnen und Bürgern im Lahn-Dill-Kreis für die breite Unterstützung während der Pandemie. Der überwiegende Teil verhalte sich rücksichtsvoll. Er ruft alle auf, jetzt erneut Anlauf zu nehmen und weiterzumachen: „Sorge und Fürsorge sind wichtig. Nur gemeinsam können wir etwas bewirken. Wir alle sitzen im selben Boot. Und wir sind auf das verantwortliche Miteinander angewiesen – das ist gelebte Solidarität.“

Steigen die Zahlen im Landkreis, könne rasch das Eskalationsstufenmodell des Landes greifen, was am Ende wiederum, je nach Stufe, neue Einschränkungen nach sich ziehen könne.

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