Kreisbrandinspektor Rupert Heege wird verabschiedet

Langjähriger Leiter der Gefahrenabwehr geht in den Ruhestand

Landrat Wolfgang Schuster und der Erste Kreisbeigeordnete Roland Esch haben Rupert Heege, den langjährigen Kreisbrandinspektor im Ehrenamt und Leiter der Abteilung Brandschutz, Rettungsdienst- und Katastrophenschutz des Lahn-Dill-Kreises – kurz: Gefahrenabwehr – in den Ruhestand verabschiedet. Sie übergaben dem Brandoberamtsrat, der im September 2019 sein 40-jähriges Jubiläum im Öffentlichen Dienst feiern konnte, nun die offizielle Entlassungsurkunde.

 

Seit 1. Oktober 1994 war Rupert Heege für den Lahn-Dill-Kreis tätig. Zunächst als Kreisbrandmeister (Ehrenbeamter) und stellv. Kreisbrandinspektor – ab 1. Februar 1995 als Kreisbrandinspektor im Ehrenamt und Leiter der Gefahrenabwehr. Hier führte Heege mit großem Einsatz die Behörde mit Sitz in Wetzlar. Landrat Wolfgang Schuster: „Mit seinen Erfahrungen im Haupt- und Ehrenamt hat Rupert Heege die Gefahrenabwehr des Lahn-Dill-Kreises maßgeblich geprägt. Er übergibt seinem Nachfolger ein sehr engagiertes und professionell arbeitendes Team.“ In seinen 26 Dienstjahren für den Lahn-Dill-Kreis engagierte sich Heege unter anderem für die kontinuierliche Weiterentwicklung der Technik in der zentralen Leitstelle in der Wetzlarer Spilburg – der Ort, an dem alle 112-Notrufe aus dem Lahn-Dill-Kreis eingehen. „Es war ihm stets ein wichtiges Anliegen, dass unsere Bürgerinnen und Bürger in Notsituationen ein modern ausgestattetes Dienstleistungsunternehmen erreichen, das schnell und verlässlich hilft“, fährt Schuster fort. Nicht zuletzt hat der Lahn-Dill-Kreis als einer der ersten Landkreise in Hessen unter dem Engagement Heeges im vergangenen Jahr die Funktion des Emergency Eye erfolgreich eingeführt, um die Ortung von Verletzten zu optimieren und die Barrierefreiheit für gehandicapte Menschen zu erreichen. 

 

„Rupert Heege hat sich auch für den Bereich der Ausbildung stark eingesetzt. Der Lahn-Dill-Kreis bietet damit eine besondere Ausbildungsmöglichkeit, wie kein anderer der umliegenden Landkreise sie zur Verfügung stellen kann“, unterstreicht der für die Gefahrenabwehr im Landkreis zuständige Dezernent Roland Esch. Das Übungsgelände in Dillenburg-Frohnhausen ist in der mittelhessischen Region das einzige seiner Art und Weise. Junge Feuerwehrkräfte und Hilfsorganisationen können dort unter sehr realitätsnahen Bedingungen üben und ihr Handwerk erlernen. Heege hat sich gemeinsam mit dem THW engagiert und unermüdlich dafür eingesetzt, die Nutzungsrechte für das Übungsgelände zu erhalten. Mit Erfolg. Die überregionale Vernetzung war stets ein großes Anliegen des nun ehemaligen Kreisbrandinspektors. Das betrifft insbesondere auch den Rettungsdienst. Als Vorsitzender der AG Rettungsdienst in Hessen sowie als Mitglied im Arbeitskreis Rettungsdienst des Deutschen Landkreistages und im DIN Normenausschuss für den bodengebundenen Rettungsdienst setzte sich Heege seit Jahren auf Bundes- und Landesebene für die stete Weiterentwicklung des Rettungsdienstes ein.

 

„Ich bin froh das Amt meines kompetenten und zielstrebigen Kollegen zu übernehmen und freue mich auf meine Aufgaben für die Gefahrenabwehr des Lahn-Dill-Kreises“, Harald Stürtz zeigt sich motiviert. Bereits Anfang 2019 wurde er durch ein Bewerbungsverfahren als Heeges Nachfolger ausgewählt und hat seitdem eine Reihe von Fortbildungen durchlaufen. Seit dem 1. Juli 2020 leitet Stürtz die Abteilung Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz und nimmt die Aufgabe des Kreisbrandinspektors für den Lahn-Dill-Kreis wahr.

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