Das Gebäude der Lahn-Dill-Akademie in der Bahnhofstraße in Dillenburg ist in die Jahre gekommen. Sanierungen und Brandschutzmaßnahmen stehen an (Foto: Lahn-Dill-Kreis)

Lahn-Dill-Akademie plant Sanierung und Modernisierung der Volkshochschule und Musikschule in Dillenburg

Kreistag berät am 9. Dezember 2019 über den Wirtschaftsplan 2020 der Lahn-Dill-Akademie

Die Lahn-Dill-Akademie, Volkshochschule (VHS) und Musikschule des Lahn-Dill-Kreises, wird im kommenden Jahr in ihrem Hauptgebäude in Dillenburg Instandhaltungsarbeiten und Brandschutzmaßnahmen in Höhe von 307.000 Euro umsetzen. Wie aus dem Wirtschaftsplan 2020 hervorgeht, sind unter anderem eine neue Verkabelung, der Einbau von Rauchschutztüren sowie die teilweise Erneuerung der Sanitäranlagen geplant. Weitere Sanierungen sind in den Folgejahren vorgesehen. Über den Wirtschaftsplan wird der Kreistag in seiner Sitzung am 9. Dezember 2019 beraten.

Das VHS-Gebäude in der Bahnhofstraße 10 in Dillenburg (Baujahr 1952) ist in die Jahre gekommen. Die Heizung musste kürzlich bereits ausgetauscht werden. „Weitere Instandsetzungsarbeiten sind für den operativen Betrieb unumgänglich“, betont der Ehrenamtliche Kreisbeigeordnete Heinz Schreiber. „Die Sanierungen werden 2020, 2021 und 2022 erfolgen und die Ergebnisse in diesen Jahren stark belasten“, macht Schreiber klar. Der Gesamtumfang der Baumaßnahmen wird mit ca. 1,5 Millionen Euro beziffert.

Wegen der genannten Investitionen ergibt sich für die Akademie im kommenden Jahr ein negatives Ergebnis in Höhe von -254.575 Euro. Damit sind die Gewinnrücklagen aus den Vorjahren aufgebraucht. Das Stammkapital (300.000 Euro) wird jedoch nicht angegriffen.

Akademie stellt sich neu auf

Zur Stabilisierung und Weiterentwicklung der VHS als führende Institution für allgemeine Fort- und Weiterbildung im Lahn-Dill-Kreis wurden bereits im laufenden Jahr 2019 eine Reihe von Maßnahmen umgesetzt – begonnen mit der Optimierung der Verwaltungsstrukturen und dem Ausbau des Außenstellennetzes über die Entwicklung neuer Kursformate und den Wegfall von Semesterzuordnung und Ferienzeiten bis hin zu Ablösung des Programmheftes durch eine VHS-App. Inhaltliche Erneuerungen sollen folgen: So wird der Fachbereich Grundbildung neu aufgebaut und ein eigener VHS-Fachbereich Musik eingerichtet, der die klassischen Musikschulangebote sinnvoll ergänzen soll.

Dem Wirtschaftsplan zufolge rechnet man in 2020 mit 6.544 VHS-Teilnehmern und 16.000 Unterrichtseinheiten, was zu einer Einnahme von Kursgebühren in Höhe von 907.650 Euro führen soll. Dabei bleiben die allgemeinen Unterrichtsgebühren der VHS konstant bei 3,40 pro Teilnehmer und Unterrichtseinheit. Im Musikschulbereich geht man von 410 Schülerinnen und Schülern und Gebühreneinnahmen in Höhe von 282.132 Euro aus. Die Musikschulgebühren bleiben ebenfalls unverändert. Für pädagogische Aufgaben und die Verwaltung stehen dem Eigenbetrieb planmäßig 17 Gesamtstellen zur Verfügung.

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