Der Lahn-Dill-Kreis richtet für das Land Hessen eine Erstaufnahmeeinrichtung her. Ab Montag können an zwei Standorten insgesamt bis zu 1.000 Menschen untergebracht werden. Foto: Judith Muhlberg/Lahn-Dill-Kreis

Lahn-Dill-Kreis richtet Erstaufnahmeeinrichtung für das Land Hessen her

Turnhallen der Comenius-Schule Herborn und der Wilhelm-von-Oranien-Schule Dillenburg sollen vorübergehend jeweils 500 Menschen Platz bieten

Am Freitag, 18. März 2022, hat der Lahn-Dill-Kreis den Einsatzbefehl des Landes Hessen bekommen, eine Erstaufnahmeeinrichtung für bis zu 1.000 Menschen bis Montagmittag einzurichten. Die Menschen, die vorwiegend aus der Ukraine kommen, können auch an zwei Standorten untergebracht werden. Künftig sollen die Turnhalle der August-Bebel-Schule Wetzlar und der ehemalige Toom-Baumarkt in Herborn als Erstaufnahmeeinrichtung dienen.
Bis die beiden Orte hergerichtet sind, werden die Freiwilligen Feuerwehren im Lahn-Dill-Kreis die Turnhalle der Comenius-Schule und die Nassau-Oranien-Halle in Dillenburg für jeweils 500 Menschen herrichten. Diese beiden Sporthallen werden voraussichtlich nur bis zum Ende der hessischen Osterferien genutzt.
Ein Hallenboden zum Schutz des Parketts muss verlegt werden, Feldbetten und Trennwände müssen nun über das Wochenende aufgestellt werden. Weitere Fragen, wie die des Caterings und der Hygiene, werden über das Wochenende zusätzlich geklärt. Ab Montagmittag stehen die beiden Einrichtungen für die Erstaufnahme der Geflüchteten bereit, was allerdings nicht bedeutet, dass dann auch schon die ersten Menschen kommen werden.
Die Menschen, die dann in der Erstaufnahmeeinrichtung im Lahn-Dill-Kreis untergebracht werden, werden dort offiziell registriert, medizinisch untersucht und bekommen ein Impfangebot zum Schutz vor dem Corona-Virus.
Die Erstaufnahmeeinrichtung im Lahn-Dill-Kreis soll nach derzeitigem Stand für drei Monate in Betrieb gehen, der Mietvertrag kann seitens des Landes Hessen bei Bedarf für einen weiteren Monat verlängert werden. Die Kosten für die Versorgung der Geflüchteten übernimmt das Regierungspräsidium Gießen, Verdienstausfälle für die freiwilligen Helfer, beispielsweise der Feuerwehren, trägt das Land Hessen.
Sachspenden und ehrenamtliche Hilfsangebote kann der Lahn-Dill-Kreis leider nicht selbst entgegengenehmen und koordinieren. Wer die Geflüchteten vor Ort unterstützen möchte, kann sich beispielsweise an das DRK Wetzlar oder Dillenburg oder die Malteser wenden.
Unabhängig davon wird das Ankunftszentrum Lahn-Dill-Kreis in der Kestnerschule in Wetzlar weiter in Betrieb bleiben. Dort finden bis zu 250 Menschen Platz.

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