v. l.: Michael Kipper (Leitung: Abteilung für Umwelt, Natur und Wasser), Andrea Schäfer (Leitung: Fachdienst Umwelt und Natur), Ehrenamtlicher Kreisbeigeordneter Heinz Schreiber, Prof. Dr. Eckhard Jedicke (Foto: Lahn-Dill-Kreis)

Umweltschützer, Agrarwirte und Behörden diskutierten angeregt über Klimaanpassungsstrategien (Foto: Lahn-Dill-Kreis)

Lahn-Dill-Kreis stellt ersten Naturschutzbericht vor

Verwaltung und Ehrenamtliche arbeiten Hand in Hand

Artenvielfalt, Energiewende, Klimaschutz und Nitratbelastung – Schlagworte, die seit einigen Jahren die Fachwelt beschäftigen und der Bevölkerung fast täglich in der Berichterstattung begegnen. Auch der Lahn-Dill-Kreis und seine Behörden sowie viele ehrenamtliche Akteure setzen sich für den Naturschutz im Landkreis ein. Der für den Naturschutz zuständige Ehrenamtliche Kreisbeigeordnete Heinz Schreiber hat am 30. Oktober 2019 zu einer öffentlichen Veranstaltung eingeladen, um den ersten Naturschutzbericht der Region für die Jahre 2017 und 2018 vorzustellen. Er soll in Zukunft in regelmäßigen Abständen erscheinen und einen Einblick in die Naturschutzarbeit im Kreis bieten.

„Die Auswirkungen des Klimawandels stellen uns auch auf Landkreis-Ebene vor Herausforderungen. Sie verlangen ebenso unseren vollen Einsatz für den Naturschutz in unserer Region.“, so der Natur- und Umweltdezernent Heinz Schreiber. Der Naturschutzbericht zeigt zunächst, welche Projekte in den Jahren 2017 und 2018 von den Behörden, Verbänden und Vereinen umgesetzt und begleitet wurden. Im Lahn-Dill-Kreis befassen sich die untere Naturschutzbehörde, die untere Wasser- und Bodenschutzbehörde sowie das Amt für den ländlichen Raum mit den Themen zur Erhaltung und Wiederherstellung von Natur und Landschaft. Aber auch viele ehrenamtliche Vereine und Verbände finden mit ihrem großen Engagement einen berechtigten Platz im Naturschutzbericht. 

„Zusammenkommen ist ein Beginn, Zusammenbleiben ist ein Fortschritt, Zusammenarbeiten ist ein Erfolg.“ – sagte schon Henry Ford. So arbeiten die Behörden des Lahn-Dill-Kreises bei der Umsetzung unterschiedlichster Projekte zu Biodiversität und Artenschutz, dem Erhalt von Naturdenkmälern oder der Biotopgestaltung an Gewässern oft eng mit den ehrenamtlichen Akteuren zusammen. Der Naturschutzbericht listet auch die Pflanzen- und Tierarten auf, für deren Schutz und Erhalt der Lahn-Dill-Kreis eine ganz besondere Verantwortung trägt. Er stellt die Aktivitäten der Naturschutzakteure des Lahn-Dill-Kreises vor, um deren Handeln perspektivisch zu reflektieren und auch in Zukunft fortschrittlich für den Naturschutz in der Region zu arbeiten. 

Thematisch angereichert wurde die Abendveranstaltung durch den Impulsvortrag von Prof. Dr. Eckhard Jedicke von der Hochschule Geisenheim mit dem Thema: „Trocken, heiß, Starkregen: Was bedeutet der Klimawandel für den Naturschutz im Lahn-Dill-Kreis?“ Herr Prof. Dr. Jedicke führte aus, dass das Ausmaß des Artensterbens bzw. des Artenrückgangs, im Wesentlichen bedingt durch den Menschen, nicht einschätzbar ist. Zukünftig wird es eine weitere Zunahme von Extremereignissen, z.B. Sturmwurf, Überschwemmungen oder Hitzeperioden geben. Es kann festgestellt werden, dass sich der Klimawandel bereits jetzt negativ auf die biologische Vielfalt auswirkt, was natürlich auch für die Verantwortungsarten und Lebensräume des Lahn-Dill-Kreises gilt. Für den Erhalt der Biodiversität müssen die Behörden alle notwendigen Weichen stellen und entsprechende Klimaanpassungsmaßnahmen realisieren.

Die Präsentation von Herrn Prof. Dr. Jedicke können Sie hier einsehen.

Den Naturschutzbericht 2019 finden Sie hier.

Kontakt beim Lahn-Dill-Kreis für Fragen zum Thema: Andrea Schäfer, Tel. 06441 407-1746, E-Mail: andrea.schaefer@lahn-dill-kreis.de.

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