Schulwege im Lahn-Dill-Kreis unter die Lupe nehmen

Moderne Schulwegeplanung soll Schüler einbeziehen und Verkehrssituation entlasten

Wetzlar/Dillenburg/Herborn (ldk): Um Schulwege modern zu planen und eine Entlastung der Verkehrssituation vor den Schulen zu erreichen, braucht es vor allem drei Bausteine: Motivierte Kinder, sichere Wege und gut geplante Haltezonen. Deshalb werden im Lahn-Dill-Kreis nun die Schulwege genauer unter die Lupe genommen. Mobilitätsmanagement und Schulservice des Landkreises arbeiten mit drei Modellschulen aktiv an einer modernen Schulwegeplanung. Dabei sind die Albert-Schweitzer-Schule Wetzlar, die Grundschule Rechtenbach und die Neue Friedensschule in Sinn.

"Wir möchten neue Wege gehen, indem wir auf die Motivation von Kindern, Eltern und Schulen setzen - weg von restriktiven Maßnahmen, wie man sie vielleicht noch aus der Vergangenheit kennt", sagt Erster Kreisbeigeordneter und Schuldezernent Heinz Schreiber. Im Mittelpunkt der Schulwegeplanung steht der Dialog. Mit Elternbefragungen und Schülerbeteiligung möchte das Mobilitätsmanagement des Landkreises überzeugen und nachhaltige Effekte erzielen. Dazu greift der Kreis auf Elemente des Schulischen Mobilitätsmanagements, der Mobilitätsbildung und der Verkehrserziehung zurück, die dann zu einem maßgeschneiderten Set an Maßnahmen geformt werden. Die Einrichtung von Hol- und Bringzonen sowie die Vermittlung der Freude am Gehen und der Bewegung durch attraktiv gestaltete Schulwege gehören dazu. Auch die Überprüfung der Sicherheit der Schulwege steht ganz oben auf dem Programm.

Unterstützend dazu findet am 3. April 2019, von 14 bis 16 Uhr eine Veranstaltung in der Kreisverwaltung statt. Das Fachzentrum für Schulisches Mobilitätsmanagement des Landes Hessen stellt sein Programm "Besser zur Schule" vor. Eingeladen sind Vertreter aller Schulen und Kommunen des Lahn-Dill-Kreises, das Staatliche Schulamt sowie der Kreiselternbeirat. Ziel des Treffens: Die Schulen sollen zusammen mit dem Fachzentrum Schulmobilitätspläne erarbeiten. Diese können, ähnlich dem Projekt des Mobilitätsmanagements Konzepte zu Hol- und Bringzonen, Lösungsansätze zu Parkplatzsituationen, Ideen zu Rad- und Rollerabstellplätzen sowie zur Anbindung an den ÖPNV beinhalten. Entscheidend ist dabei immer die Zusammenarbeit von Schulen und Kommunen, denn nur gemeinsam ist eine effiziente und dauerhafte Umsetzung von Mobilitätskonzepten möglich.

Zum Hintergrund

Im Lahn-Dill-Kreis werden die Schulwege genau unter die Lupe genommen. Ziel ist es, den Hol- und Bringverkehr vor den Schulen zu reduzieren. Um die Verkehrssituationen zu den Stoßzeiten zu entlasten, erstellen das Mobilitätsmanagement und der Schulservice der Kreisverwaltung ab dem Frühjahr 2019 ein Schulwegekonzept. Im Zuge der Beratung durch das Fachzentrum Schulisches Mobilitätsmanagement werden für einen Schulstandort Schulmobilitätspläne als ganzheitliches Mobilitätskonzept entwickelt. Sie bündeln alle mit Verkehr und Mobilität zusammenhängenden Aktivitäten, Zuständigkeiten und Prozesse. Das Fachzentrum Schulisches Mobilitätsmanagement wurde seitens des Landes Hessen bei der ivm (Integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement Region Frankfurt RheinMain) eingerichtet und koordiniert das Beratungs- und Qualifizierungsprogramm "Besser zur Schule". Hessische Schulen, Schulträger und Kommunen können daran teilnehmen, um den Verkehr von und zu Schulen nachhaltiger, sicherer und umweltfreundlichen zu gestalten. Umfassende Informationen zum Angebot bietet die Webseite www.besserzurschule.de.

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