Startschuss für Industrie 4.0 mit neuem Werksgebäude

Kreisausschuss besucht Rittal in Haiger

Wetzlar/Dillenburg/Herborn (ldk): Normalerweise finden die Sitzungen des Kreisausschusses des Lahn-Dill-Kreises in Wetzlar statt. In einem Sitzungsraum im Kreishaus. Dort besprechen sich die 16 Beigeordneten, reden über unterschiedlichste Verwaltungsgeschäfte - eine immer wiederkehrende Routine. Anders war es in der jüngsten Sitzung Ende Oktober. "Wir sind der Einladung von Prof. Dr. Friedhelm Loh gerne gefolgt und haben uns am neuen Rittal-Werk in Haiger getroffen", berichtet Landrat Wolfgang Schuster, der Vorsitzende des Ausschusses.

Zuerst das Vergnügen, dann die Arbeit

Vor dem eigentlichen Beginn der Sitzung in einen der Konferenzräume von Rittal, hat die Gruppe zunächst das Innovation Center besichtigt. Hier wird neueste Technik erlebbar gemacht. In einer über 1.000 Quadratmeter großen Halle sind die einzelnen Schritte eines realen Fertigungsbetriebes nachgebildet. "Es wird deutlich, wie komplex der Steuerungs- und Schaltanlagenbau ist. Es zeigt sich aber auch, dass modernste Software unglaublich viel möglich macht und welches Tempo die industrielle Innovation aufgenommen hat", so Wirtschaftsdezernent und ehrenamtlicher Kreisbeigeordneter Wolfram Dette. Im modernen Center haben Kunden, Mitarbeiter und Entwickler die Möglichkeit, Lösungen zu erarbeiten und sich schulen zu lassen. Die Führung ist spannend und kommt gut an. Nach einer knappen halben Stunde dann der Wechsel: Neongelbe Warnwesten und Sicherheitsschuhe sind ab jetzt Pflicht. Die Beigeordneten ziehen sich um. Jetzt geht es in wahre Welt der Produktion - in das neue Werksgebäude. Die eigentliche Produktion kann hier bald starten. Aktuell befindet sich das Gebäude noch in den letzten Zügen des Innenausbaus. "Haiger wird für Rittal zum Standort der Zukunft. Die voll automatisierte Industrie 4.0 ist also hier bei uns im Lahn-Dill-Kreis. Über 250 Mio. Euro investiert Rittal damit in unsere Region. Wieder einmal ein Pluspunkt für unseren starken Wirtschaftsstandort", freut sich Wolfgang Schuster. In der neuen Halle werden auf 24.000 Quadratmetern ab 2019 rund 9.000 Schaltschränke pro Jahr vom Band laufen. Das Werk soll zum weltweit modernsten Werk zur Produktion von Schaltschränken werden mit nahezu 1.000 Mitarbeitern. Dass der Kreisausschuss schon vorab durch die Hallen geführt wird, ehrt die Mitglieder. Nach einer guten Stunde schlüpfen die Beigeordneten wieder hinaus aus den Sicherheitswesten und -schuhen, hinein, zurück in den Sitzungsalltag. Dieses Mal aber wohl mit besonderen Impressionen im Kopf und den Gedanken an eine Industrie 4.0, die schon ganz bald offiziell Einzug in die Region des Lahn-Dill-Kreises erhält. Prof. Dr. Friedhelm Loh hat die Mitglieder des Kreisausschusses vor ihrer Sitzung persönlich begrüßt und in seinem Willkommensworten seine eigene Philosophie zum Thema Industrie 4.0 deutlich gemacht.

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