Foto: Lahn-Dill-Kreis

"Wir müssen es dem Virus weiterhin unbequem machen!"

Statement von Landrat Wolfgang Schuster zu den steigenden Corona-Zahlen im Lahn-Dill-Kreis

„In den vergangenen Wochen haben wir uns viel erarbeitet. Unsere Disziplin und unsere Fürsorge haben maßgebend dazu beigetragen, dass wir hier in unserer Region an Lahn und Dill kaum Neuinfektionen mit dem Corona-Virus zu beklagen hatten. Zum Teil waren wir sogar ganz coronafrei. Mir als Landrat zeigt diese erfreuliche Bilanz, dass Sie vorbildlich nachgedacht und gehandelt haben. Dafür möchte ich mich bedanken – warne aber im gleichen Zuge davor zu glauben, dass wir schon über den Berg sind. Wir müssen es dem Virus weiterhin so unbequem, wie möglich machen: AHA ist das große Stichwort. Abstand halten, Hygieneregeln beachten und Alltagsmasken tragen. Das mag das Virus nicht.  

Die Lockerungen, die wir in den vergangenen Wochen erfahren haben, machen uns allen Mut. Sie zeigen uns, dass es einen Weg zurück gibt. Einen Weg zurück Richtung gewohntes Leben. Die Lockerungen zeigen aber auch, dass es umso wichtiger wird, bestehende Maßnahmen nicht einfach zu vergessen. Die Abstands- und Hygieneregeln sind nach wie vor unser aller oberstes Gebot in der Bekämpfung des Virus‘. Die Pandemie ist nicht vorüber. Dessen müssen wir uns tagtäglich bewusst bleiben! Das Virus ist noch da. Es kann jederzeit wieder zu einem Ausbruch kommen. Insbesondere unsere Risikogruppen müssen weiterhin in unserem Fokus stehen. Ihr Schutz ist extrem wichtig.

Dass die Fallzahlen bei uns im Lahn-Dill-Kreis in den vergangenen Tagen angestiegen sind – auf aktuell 15 Infizierte – ist ein Zeichen, dass das Virus da ist und jederzeit wieder präsent werden kann. Die 7-Tage-Inzidenz für unseren Landkreis ist aktuell von 0 auf 5,08 gestiegen. Angenommen, dieser Wert verdoppelt sich wöchentlich, dann dauert es nicht mehr lang, bis das Eskalationskonzept des Landes greift und wir unsere hart erarbeiteten Lockerungen zurückgeben müssen.   

Unser Kreis-Gesundheitsamt arbeitet akribisch und verlässlich an der Nachverfolgung und Unterbrechung der aktuellen Infektionsketten. So konnten mit Stand von heute 61 Kontaktpersonen ermittelt und in die häusliche Quarantäne gesetzt werden. Ich bin froh darum, diese Expertise in unserer Kreisverwaltung zu wissen und möchte meinen Kolleginnen und Kollegen an dieser Stelle meinen großen Dank für die hervorragende Arbeit aussprechen!

Wir rechnen damit, dass die Fallzahlen in unserem Landkreis steigen werden in der kommenden Zeit. Darauf sind wir vorbereitet. Mein dringender Appell geht deshalb an Sie: Bleiben Sie bitte wachsam und achtsam. Halten Sie sich an die Abstands- und Hygieneregeln, tragen Sie Alltagsmasken, wo immer es nötig ist und bleiben Sie besonnen. Es ist wichtig, dass wir gemeinsam handeln. Ich bin zuversichtlich, dass wir das, wie auch in der Vergangenheit, gut meistern.“

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