Ausbildungskoordinator Anastasios Kyrgiannis präsentiert der Wirtschaftsdelegation die hauseigene Ausbildungswerkstatt (Foto: Danobat-Overbeck)

Wirtschaftsdelegation Lahn-Dill besucht Danobat-Overbeck in Herborn (Foto: Danobat-Overbeck)

Zukunftsfähig trotz Fachkräftemangel

Wirtschaftsdelegation Lahn-Dill besucht Danobat-Overbeck in Herborn

Bereits seit 2009 bildet die Firma Danobat-Overbeck in Herborn Mechatroniker in eigener Lehrwerkstatt aus. Die Ausbildungsquote ist mit 15% fast dreimal so hoch wie der bundesweite Durchschnitt. 37 Auszubildende sind seitdem zu Facharbeitern herangereift. Der überwiegende Teil – mehr als 30 – ist geblieben. Das ist auch gut so, denn die Suche nach Mechatronikern gestalte sich schwierig, so Herr Ekain Arrizabalaga, Geschäftsführer von Danobat-Overbeck. Das Unternehmen baut hochpräzise Schleifmaschinen, die auf ein Millionstel Meter genau arbeiten. Da sind erfahrene Fachkräfte gefragt.

Im Jahr 2002 hat der genossenschaftlich organisierte spanische Eigentümer die kriselnde Firma Overbeck übernommen. „Man kann sagen: Ohne Danobat wäre Overbeck heute nicht mehr in Herborn“, entgegnet Landrat Wolfgang Schuster und trifft auf Zustimmung von Michaela Schäfer, Verantwortliche für Personal am Standort in Herborn: „Vor der Übernahme fehlten uns Mittel für Forschung und Entwicklung – aber nicht nur das. Man schläft einfach besser, wenn man weiß, dass die nächsten Lieferantenzahlungen gesichert sind.“ Seitdem wachse das Unternehmen kontinuierlich, aber mit Maß und Blick in die Zukunft, wie Ekain Arrizabalaga betont.

Auch Wirtschaftsdezernent Wolfram Dette weiß um die Herausforderung, Industrieunternehmen zukunftsfähig zu gestalten: „Gerade im Lahn-Dill-Kreis als industriell geprägte Region sind Veränderungen in der Industrielandschaft zu erwarten. Wie bereitet sich Danobat-Overbeck auf diese Herausforderungen vor?“ Eine Frage, die Ekain Arrizabalaga sichtlich beschäftigt hat. „Wir investieren grundsätzlich neun Prozent unseres Umsatzes in Forschung und Entwicklung, damit unsere Produkte höchste Standards setzen und konkurrenzfähig sind. Das technische Know how ist hier in Deutschland sehr stark und soll es auch bleiben. Darüber hinaus diversifizieren wir und arbeiten für unterschiedliche Sektoren, so dass schwächelnde Sektoren von starken aufgefangen werden.“ Auch Michaela Schäfer weiß um die Vorzüge der Region. „Unsere Möglichkeiten durch das duale „Studium Plus“ der Technischen Hochschule Mittelhessen sind hervorragend. Dieses Konzept enger Kooperation zwischen Wirtschaft und Wissenschaft trägt zu unserer hohen Ausbildungsquote bei.“

Neben dem regen Ausbildungsaustausch zwischen dem deutschen Standort und der Heimatregion im spanischen Baskenland profitieren nicht zuletzt auch die deutschen Beschäftigten von dieser Verbindung: Schon zwei Mal ist die gesamte Belegschaft in Spanien gewesen. Ein Umstand, der sicherlich zur allgemein hohen Zufriedenheit am Standort beigetragen hat.

Wirtschaftsdelegation Lahn-Dill

In der Wirtschaftsdelegation sind vertreten: Lahn-Dill-Kreis (LDK), Industrie- und Handelskammer Lahn-Dill (IHK), Kreishandwerkerschaft (KH); Handwerkskammer (HWK), Arbeitsagentur Wetzlar-Weilburg sowie die / der jeweilige Bürgermeisterin / Bürgermeister. Die Delegationsmitglieder besuchen – oft mit weiteren Gästen aus Politik und Verwaltung – regelmäßig (ca. 1 x im Monat) Unternehmen der Region, um sich über die aktuelle wirtschaftliche Lage der unterschiedlichen Branchen, wie Industrie und Handwerk zu erkundigen.

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Susanne Müller-Etzold

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