Foto (Lahn-Dill-Kreis): Eine gemulchte Fläche vor der Pflanzung.

Foto (Lahn-Dill-Kreis): Die Pflanzmaschine erleichtert es, die Selleriejungpflanzen einzusetzen.

Foto (Lahn-Dill-Kreis): Versuchsfläche mit Kohl und Sellerie.

Zweites Projektjahr im Mulchgemüsebau startet

Weißkohl, Hokkaidokürbis und Co. ergänzen den regionalen Ackerbau

(Landkreis Gießen, Lahn-Dill-Kreis): Der Mulchgemüsebau in der Ökomodell-Region Lahn-Dill-Gießen geht in die zweite Runde! Vom 27. Mai bis 3. Juni 2021 wurden im Rahmen des Projektes über 80.000 Gemüsejungpflanzen auf den vorher vorbereiteten Versuchsflächen gepflanzt. Diese nachhaltige Anbauweise sorgt für einen besseren Wasserhaushalt auf den Flächen und ermöglicht zudem die Einbindung von Kohlenstoff in den Boden. Das Projekt wird von der Justus-Liebig-Universität Gießen gemeinsam mit fünf landwirtschaftlichen Betrieben (vier davon in der Ökomodell-Region Lahn-Dill-Gießen) durchgeführt. Die Ökomodell-Region Lahn-Dill-Gießen bei der Abteilung für den ländlichen Raum unterstützt das Projekt unter anderem beim Aufbau von Absatzwegen.

Für die Pflanzung ist eine spezielle Pflanzmaschine – der sogenannte Mulchtec Planter – nötig, die extra für diesen Zweck von einem Bio-Gemüsehof in Dickendorf ausgeliehen und für eine Woche in die Region gebracht wird. Die Pflanzmaschine ermöglicht es, die Mulchdecke zu öffnen, Gemüsejungpflanzen einzusetzen und die Mulchdecke wieder zu schließen. Herkömmliche Pflanzmaschinen können dies nicht leisten, während eine Pflanzung ohne maschinelle Unterstützung wiederum den Anbau unwirtschaftlich machen würde. Das Anbauverfahren mit einer Mulchdecke ermöglicht es, trotz der durch den Klimawandel bedingten Trockenperioden Gemüsebau ohne umfangreiche Bewässerungssysteme zu betreiben.

Im diesem zweiten Projektjahr des Mulchgemüsebaus werden auf den Versuchsflächen Weißkohl, Hokkaidokürbis, Zuckermais, Kohlrabi und Knollensellerie gepflanzt. Diese Gemüsesorten sind allen beteiligten Betrieben vorgegeben, um eine Vergleichbarkeit der Ergebnisse innerhalb des Projekts zu ermöglichen. Zudem haben die Betriebe die Möglichkeit, auf einem Teil der Fläche weitere Gemüsesorten auszuprobieren.

Das Projekt wird durch die Europäische Union im Rahmen der Europäischen Innivationspartnerschat (EIP-Agri) und durch den Entwicklungsplan für den ländlichen Raum des Landes Hessen 2014 – 2020 (EPLR) für drei Jahre (2020 bis 2023) gefördert. Mehr Informationen dazu sind auf der Webseite der Ökomodellregion Lahn-Dill-Gießen nachzulesen: Aktuelles Lahn-Dill-Giessen | Ökomodell-Land Hessen (oekomodellregionen-hessen.de)

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