Bodenschutz

Was ist Boden?

Allgemein betrachtet ist Boden das, worauf wir stehen, produzieren und bauen. Das Bundesbodenschutzgesetz aus dem Jahre 1998 drückt es wie folgt aus: Boden ist die oberste Schicht der Erdkruste, soweit sie Träger der Bodenfunktionen ist, einschließlich der flüssigen und gasförmigen Bestandteile, aber ohne Grundwasser und Gewässerbetten.

Boden erfüllt vielfältige Funktionen: Er ist Lebensraum für Organismen, Standort für natürliche Vegetation und für Kulturpflanzen, Filter und Puffer für Schadstoffe und Archiv der Natur und Kulturgeschichte.

Die wichtigsten Bodenarten sind Sand, Schluff, Ton und Lehm.

Boden ist eine endliche Ressource und nicht künstlich vermehrbar, aber eine unverzichtbare Lebensgrundlage für alle Lebewesen im Hinblick auf Lebensraum, Ernährung und Wasserhaushalt. Die Entstehung unserer Böden geht bis in die letzte Eiszeit (vor 10.000 – 15.000 Jahren) zurück und dauerte Jahrtausende. Sie unterlag dabei natürlichen Einflüssen (Klima, Geländeformen usw.), aber auch der Mensch hat zunehmend Einfluss genommen (z.B. durch Landwirtschaft, Industrie). Daher unterscheiden sich die Böden schon durch ihre Entstehungsgeschichte. Und Veränderungen sind oft nicht wieder rückgängig zu machen.

Verunreinigungen des Bodens können auf verschiedenen Wirkungspfaden für den Menschen und die Umwelt relevant werden (z. B. über als Trinkwasser genutztes Grundwasser oder über Nutzpflanzen).  Deshalb ist es wichtig, festgestellte Verunreinigungen möglichst restlos zu beseitigen (Sanierung). Leider ist manchmal eine Beseitigung der festgestellten Verunreinigungen z. B. aufgrund bestehender Bebauung nicht möglich. Dann muss zumindest dafür Sorge getragen werden, dass sich die Schadstoffe im Boden nicht mobilisieren und verlagern (Sicherung z .B. durch wasserdichte Schichten).

Am besten ist natürlich, dass eine Verunreinigung des Bodens erst gar nicht entsteht. Deshalb ist es im Rahmen der Vorsorge wichtig darauf zu achten, dass unnötige Eingriffe in den Boden vermieden, minimiert und ausgeglichen werden.

Neben dem Bundesbodenschutzgesetz regelt in Hessen vor allem das Hessische Altlasten- und Bodenschutzgesetz aus dem Jahre 2007, welche Vorgaben beim Umgang mit dem Boden zu beachten sind. Daneben finden sich mittlerweile auch in anderen Gesetzen, wie z. B. dem Bundesnaturschutzgesetz oder dem Baugesetzbuch, Regelungen zum Bodenschutz.

 

 

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