Blauzungenkrankheit

Im August 2006 trat die Blauzungenkrankheit (Bluetongue Disease = BT) erstmals in Deutschland auf. Empfänglich für die Tierseuche sind alle Wiederkäuer, also neben Rindern, Schafen und Ziegen auch Büffel, Rehe und Hirsche. Die Herden des Lahn-Dill-Kreises – vor allem Schafe und Ziegen – waren damals von der Erkrankung sehr stark betroffen und extrem geschädigt.

Das Virus wird nicht direkt von Tier zu Tier übertragen, sondern über kleine, blutsaugende Mücken (Gnitzen) der Gattung Culicoides. Der Erreger der Blauzungenkrankheit ist für den Menschen nicht gefährlich.

Tierhalteerklärungen zum Download

Verbringungsbeschränkungen

Verbringen von Zucht- und Nutzrindern aus dem BTV8-Sperrgebiet in freie Gebiete innerhalb Deutschland:

  • Verbringen von Nutz- und Zuchtrindern aus dem Sperrgebiet in freie Gebiete in D:
  • 7 Tage vor dem Verbringen Untersuchung mit negativem Ergebnis auf BTV untersucht
  • Vom Probennahmetag bis Versendung mit Repellent behandelt
  • Ergebnis der Untersuchung ist in HIT einzutragen
  • Beim Verbringen muss das Tier mit dem HIT-Ausdruck (mit BT-Untersuchung, mit Repellentenbehandlung und Unterschrift des TH) begleitet werden
  • Ausdruck bekommt Übernehmer des Tieres

Verbringen von Rindern, aus dem BTV8-Sperrgebiet in freie Gebiete innerhalb Deutschland zur Schlachtung:

  • Ist möglich, wenn im Herkunftsbestand mind. 30 Tage vor dem Versendedatum kein Fall von BT aufgetreten ist
  • bei den zu verbringenden Tieren am Tag des Verbringens keinerlei Anzeichen auf BT festzustellen sind
  • Tierhaltererklärung ausgefüllt an Schlachthof abzugeben
  • Repellentenbehandlung nicht erforderlich.
  • Die Sammlung von Schlachttieren auf einem Fahrzeug mit anschließender Fahrt zum Schlachthof ist innerhalb D ein unmittelbares Verbringen.

Verbringen von Kälbern bis zum Alter von 90 Tagen von geimpften Muttertieren aus dem BTV8-Sperrgebiet in freie Gebiete innerhalb Deutschland:

  • Kälber bis zum 90. Lebenstag, die noch nicht geimpft werden können, dürfen verbracht werden, wenn Muttertier einen wirksamen Impfschutz besitzt (nach Grundimmunisierung nachgeimpft, siehe Packungsbeilage, Nachimpfung kann 3 Monate verzögert werden, sollte aber nicht), (auf Grund des Mangels an Impfstoff war es in der Vergangenheit teilweise nicht möglich nachzuimpfen. Daher wurde vereinbart, dass für diese Tiere eine Überschreitung des Impfintervalls bis zu 90 Tage geduldet wird.)
  • Impfung muss in HIT eingetragen sein
  • Das Kalb die Biestmilch des geimpften Muttertieres erhalten hat
  • Tierhaltererklärung wird an den Käufer übergeben
  • Für das Verbringen von Kälbern von nicht-geimpften Muttertieren gelten die gleichen Regelungen wie für das Verbringen von Zucht- und Nutzrindern aus dem BTV8-Sperrgebiet in freie Gebiete innerhalb Deutschland.

Wirksamer Impfschutz:

  • Grundimmunisierung = 2 x nach Angabe des Impfstoffherstellers
  • Nach mind. 4 Wochen Nachimpfung
  • Wiederholungsimpfungen nach Herstellerangaben, darf max. 3 Monate überschritten werden

Wiederkäuer, die unter den erleichterten Bedingungen aus dem Sperrbezirk heraus verbracht wurden, dürfen nicht in andere EU-Mitgliedstaaten oder ins sonstige Ausland verbracht werden!

 

 

 

Kontakt

Veterinäramt

Schlossstraße 20
35745 Herborn

06441 407-7711
06441 407-7723
veterinaeramt@lahn-dill-k...

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