11.03.2026 | 14:08
Am 12. März 2026 ist Warntag im Lahn-Dill-Kreis
Probealarm zeigt, wie die Bevölkerung im Notfall am effektivsten gewarnt werden kann

Bildunterschrift: Der Warntag im LDK findet jährlich am zweiten Donnerstag im März statt. Foto: Hans von pixabay via canva.com
Manche Gefahren und Katastrophen treffen uns unerwartet, zum Beispiel Hochwasser oder ein Waldbrand in der Nähe eines Wohngebietes. Analog zum Warntag des Bundes prüft der eigene Warntag im Lahn-Dill-Kreis, wie gut die Bevölkerung im Ernstfall gewarnt und informiert werden kann. Um die Menschen auf die verschiedenen möglichen Warnungen vorzubereiten und mit dem Probealarm nicht zu überraschen oder zu erschrecken, findet der Warntag jährlich am zweiten Donnerstag im März statt. In diesem Jahr ist das der 12. März.
Auch im Lahn-Dill-Kreis werden wieder verschiedene Wege der Warnung in allen Kommunen getestet und im Nachgang ausgewertet. Für den diesjährigen Warntag werden die an das Modulare Warnsystem angebundenen Warnmittel zentral ausgelöst. Dazu zählen unter anderem die Warn-Apps HessenWARN, NINA und KATWARN. Auch Warnmeldungen über Cell Broadcast sowie über den Rundfunk werden in diesem Jahr ausgelöst.
Darüber hinaus werden alle Sirenen im Kreisgebiet zentral durch die Leitstelle mit dem Signal „Warnung der Bevölkerung“ aktiviert. Dieses Signal besteht aus einem einminütigen, auf- und abschwellenden Heulton. In Orten, in denen die Sirenen noch nicht über den digitalen Tetra-Funk angesteuert werden oder noch nicht für eine landesweite Auslösung programmiert sind, erfolgt die Auslösung ersatzweise als Feueralarm. Dabei ertönt eine Minute lang ein Dauerton, der zweimal unterbrochen wird.
Erstmals wird bei einem Probealarm auch eine Entwarnung über Cell Broadcast versendet. Eine solche Entwarnung ist im ursprünglichen Cell-Broadcast-Protokoll eigentlich nicht vorgesehen, wurde jedoch von vielen Nutzerinnen und Nutzern gewünscht. Um zu vermeiden, dass dabei erneut ein lauter und nicht unterdrückbarer Warnton ausgelöst wird, wird die Entwarnung als Gefahreninformation der niedrigsten Warnstufe verschickt. Je nach persönlicher Einstellung des Smartphones kann es daher sein, dass diese Entwarnung nur mit einem leisen Systemton oder in manchen Fällen gar nicht hörbar ist. Um sicherzugehen, dass die Entwarnung angezeigt wird, empfiehlt es sich, auf dem Smartphone den Empfang von Cell-Broadcast-Meldungen auch für die Warnstufe 3 zu aktivieren.
Der Test beginnt um 10 Uhr. Ab diesem Zeitpunkt müssen Bürgerinnen und Bürger damit rechnen, Sirenen in ihren Wohnorten zu hören und Warn-Mitteilungen über die entsprechenden Apps auf ihr Smartphone zu erhalten. Die Entwarnung erfolgt um 10:30 Uhr (eine Minute Dauerton).
Übrigens: Wenn die Sirenen für eine Minute laut heulen, sollten sehr geräuschempfindliche Haustiere, die sich schnell ängstigen, am besten geschützt werden und den Vormittag im Haus oder in der Wohnung verbringen.

