20.03.2026 | 10:35

Spatenstich für modernen und klimaresilienten Schulhof an der Dalheimschule in Wetzlar, der sich zum Quartier öffnet

Lahn-Dill-Kreis und Stadt Wetzlar investieren gemeinsam rund 1,45 Millionen Euro in einen naturnahen „Forscherhof“ für 320 Kinder und einen Spielplatz, der dem Stadtbezirk zur Verfügung steht

Gemeinsam gaben Landrat Carsten Braun und Wetzlars Oberbürgermeister Manfred Wagner mit dem offiziellen Spatenstich den symbolischen Startschuss für das Projekt Foto: Lahn-Dill-Kreis

Gemeinsam gaben Landrat Carsten Braun und Wetzlars Oberbürgermeister Manfred Wagner mit dem offiziellen Spatenstich den symbolischen Startschuss für das Projekt Foto: Lahn-Dill-Kreis

Mit dem offiziellen Spatenstich für die umfassende Erneuerung des Schulhofs der Dalheimschule im Wetzlarer Stadtbezirk Dalheim ist am gestrigen Donnerstag ein wichtiger Meilenstein erreicht worden: Gemeinsam gaben Landrat Carsten Braun und Wetzlars Oberbürgermeister Manfred Wagner mit dem Spatenstich den symbolischen Startschuss für das Projekt. Die Bauarbeiten sind bereits im Gange. Die Fertigstellung des neuen Schulhofs ist für Juli 2026 geplant.

Ein Schulhof zum Forschen

Mit der Neugestaltung entsteht ein moderner, naturnaher und zugleich klimaresilienter Außenbereich. Im Mittelpunkt der Planung steht die Idee eines sogenannten „Forscherhofs“. Ziel ist es, den Schulhof als erweiterten Lern- und Lebensraum zu entwickeln, der Bewegung, Kreativität und eigenständiges Entdecken fördert. Im Forscherhof werden Spielabläufe mit natürlichen Materialien und individuell gestalteten Elementen möglich gemacht. Neben der Erhaltung des bestehenden Verkehrsübungsplatzes werden neue Spiel- und Bewegungsangebote geschaffen, die insbesondere die motorische Entwicklung der Kinder unterstützen. Ergänzt wird dieses Angebot durch vielfältige Begrünungs- und Bepflanzungsmaßnahmen, die den Schulhof ökologisch aufwerten.

Ein Schulhof fürs Klima

Ein besonderer Fokus liegt auf dem Klimaschutz und der nachhaltigen Nutzung von Ressourcen. Durch zusätzliche Baumstandorte, Gehölzflächen und sogenannte Schwammstadt-Elemente wird Regenwasser gezielt aufgenommen und vor Ort genutzt. Zisternen ermöglichen zudem eine nachhaltige Bewässerung der Grünanlagen. Gleichzeitig sorgen neue Schattenbereiche – etwa durch Bepflanzung oder Sonnensegel – für Schutz an heißen Tagen.

Ein Schulhof als außerschulische Spielfläche für das Quartier

Neben dem der Schule vorbehaltenen Bereich des Pausenhofes gibt es den der Öffentlichkeit außerhalb der Schulzeiten zur Nutzung zur Verfügung stehenden Bereich, der den Kindern und Jugendlichen des Quartiers als Spiel-, Bewegungs- und Begegnungsraum zur Verfügung steht. Damit werden Ziele aus dem Rahmenplan umgesetzt, der für den Stadtbezirk im Rahmen des Städtebauförderprojekte „Sozialer Zusammenhalt“ erarbeitet wurde.

Die Gesamtkosten für die Schulhofsanierung belaufen sich nach aktuellem Stand auf rund 1,45 Millionen Euro, die gemeinsam vom Lahn-Dill-Kreis und der Stadt Wetzlar getragen werden. Die Stadt beteiligt sich dabei mit Eigenmitteln und Geldern aus der Städtebauförderung allein mit rund 600.000 Euro an der Maßnahme auf einer Fläche von über 2.200 Quadratmetern. Im Zuge der Bauarbeiten wird auch die unter dem Schulhof verlaufende Kanalisation saniert. Diese Maßnahme wird vollständig vom Lahn-Dill-Kreis finanziert.

Landrat Carsten Braun betonte beim Spatenstich die Bedeutung des Projekts: „Schulen sind heute weit mehr als reine Lernorte. Mit dem neuen Schulhof schaffen wir einen Raum, der Bildung, Bewegung und Natur miteinander verbindet und den Kindern beste Bedingungen für ihre Entwicklung bietet.“ Oberbürgermeister Manfred Wagner ergänzte: „Im Zuge des Projektes „Sozialer Zusammenhalt“ geht es uns auch immer darum, öffentliche Räume multifunktional zu nutzen. Das gelingt uns mit der Neugestaltung des Pausenhofes, der in ganz wesentlichen Bereichen für die öffentliche Nutzung in Dalheim zur Verfügung gestellt werden kann. Die enge Zusammenarbeit zwischen Stadt und Landkreis zeigt, wie wir gemeinsam nachhaltige und zukunftsfähige Bildungsräume gestalten können. Der neue Schulhof wird ein Gewinn für die gesamte Schulgemeinschaft und den Stadtbezirk sein.“ Mit dem Projekt setzen der Lahn-Dill-Kreis und die Stadt Wetzlar ein starkes Zeichen für moderne Bildungsinfrastruktur, Nachhaltigkeit und die schulische und außerschulische Förderung kindlicher Entwicklung.

Die Planungen für die Erneuerung des Schulhofs begannen im August 2024. Bereits im Jahr 2018 wurde der Umbau erstmals im Rahmen einer Begehung angestoßen. 2019 wurde die Maßnahme im Programm „Sozialer Zusammenhalt“ beantragt und bewilligt. 2021 fanden umfangreiche Workshops unter Beteiligung der damaligen Schülerinnen und Schüler statt, deren Ideen in die Planung eingeflossen sind. Mit dem Baubeginn Anfang 2026 liegt das Vorhaben im Zeitplan: Die Fertigstellung ist für Juli 2026 vorgesehen, sodass der neue Schulhof zum Schuljahresbeginn im August 2026 in Betrieb genommen werden kann.

Auch das starke Engagement vor Ort hat maßgeblich zur Umsetzung beigetragen: Insbesondere die Schulleitung hat sich über Jahre hinweg – unter anderem im Dalheimtreff und im Stadtteilbeirat – kontinuierlich für die Neugestaltung eingesetzt und den Prozess vorangetrieben. Darüber hinaus wird der neu gestaltete Schulhof nicht nur der Schule zugutekommen: Die öffentliche Nutzung der Anlage ist für die nächsten 15 Jahre garantiert und stellt damit einen deutlichen Mehrwert für den gesamten Stadtteil dar.

Dalheimschule Wetzlar

Die Dalheimschule wird aktuell von rund 320 Schülerinnen und Schülern in 16 Klassen besucht (Stand Schuljahr 2024/25) und liegt im Wetzlarer Stadtbezirk Dalheim. Ihre Wurzeln reichen bis in das Jahr 1959 zurück, als im neu entstandenen Wohnbezirk Dalheim eine Volksschule gegründet wurde. Im Zuge der schulischen Weiterentwicklung wurde sie Teil der heute angrenzenden Eichendorffschule und später als eigenständige Grundschule ausgegliedert. Seit dem 8. Oktober 1976 trägt sie den Namen Dalheimschule und verfügt heute über 13 Klassenräume in einem dreigeschossigen Gebäude.