23.04.2026 | 10:59

Größter Einzelauftrag im Schulbau: Lahn-Dill-Kreis startet Neubau der Friedrich-Fröbel-Schule

Mit Millioneninvestition entsteht bis 2027 ein moderner Förderschulstandort mit innovativem Raumkonzept und nachhaltiger Bauweise

Der Lahn-Dill-Kreis setzt mit der Vertragsunterzeichnung ein deutliches Zeichen für die Weiterentwicklung seiner Bildungsstruktur. V.l.n.r.: Marco Wiesner, Sebastian Saar, Carsten Braun, Kerstin Weber, Dominic Hartmann (ACP Projektmanagement). Foto: Lahn-Dill-Kreis

Der Lahn-Dill-Kreis setzt mit der Vertragsunterzeichnung ein deutliches Zeichen für die Weiterentwicklung seiner Bildungsstruktur. V.l.n.r.: Marco Wiesner, Sebastian Saar, Carsten Braun, Kerstin Weber, Dominic Hartmann (ACP Projektmanagement). Foto: Lahn-Dill-Kreis

Der Lahn-Dill-Kreis investiert in die Zukunft seiner Schulen und hat für den Ersatzneubau der Friedrich-Fröbel-Schule in Wetzlar seinen bislang größten Einzelauftrag vergeben. Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt 21.150.000 Euro. Die Bauarbeiten übernimmt die Peter Gross Bau GmbH & Co. KG als Generalunternehmer. Die Vertragsunterzeichnung fand im Kreishaus Wetzlar statt.

Landrat Carsten Braun und Sebastian Saar, Geschäftsstellenleiter bei Peter Gross, unterzeichneten den Vertrag im Beisein der Abteilungsleiterin des Bau- und Immobilienmanagements, Kerstin Weber, sowie Projektleiter Marko Wiesner von Peter Gross. Die Friedrich-Fröbel-Schule ist eine Förderschule mit Schwerpunkten in der geistigen sowie körperlich-motorischen Entwicklung.

Der Neubau ersetzt den bestehenden Altbau, der sich derzeit im Abbruch befindet und weder den heutigen pädagogischen Anforderungen noch den technischen und brandschutzrechtlichen Standards entspricht. Eine Sanierung hatte sich als wirtschaftlich nicht vertretbar erwiesen, sodass ein zukunftsorientiertes Konzept entwickelt wurde.

Das neue Schulensemble wird aus vier separaten Gebäuden bestehen, die um einen großzügigen Innenhof angeordnet sind. Zusammen mit dem bereits bestehenden Gebäude von 2009 entsteht eine Anlage, die den Schülerinnen und Schülern das Gefühl einer kleinen „Dorfmitte“ vermitteln soll – ein Raum, der Geborgenheit und Orientierung schafft.

Geplant sind neben modernen Lern- und Therapieräumen auch eine kleine Sporthalle, Verwaltungsbereiche sowie ein Gebäude mit Parkdeck, um die Verkehrssituation im Blankenfeld zu entlasten. Das Baukonzept sieht eine Hybridbauweise vor: Stahlbeton im erdberührten Bereich und nachhaltige Holzbauweise in den Obergeschossen. Durch einen hohen Vorfertigungsgrad soll die Fertigstellung im August 2027 erfolgen.

Landrat Carsten Braun betonte bei der Unterzeichnung die Bedeutung des Projekts: „Unsere Schulen sind das Herzstück der Bildung im Lahn-Dill-Kreis. Mit der Friedrich-Fröbel-Schule investieren wir in die Zukunft unserer Kinder und schaffen die Voraussetzungen für inklusives und modernes Lernen. Gleichzeitig legen wir Wert auf regionale Wertschöpfung – auch dieses Projekt mit einem Generalunternehmer soll die heimische Wirtschaft einbinden.“

Auch Kerstin Weber hob hervor: „Jetzt ist der richtige Moment, Energie in die Entwicklung junger Menschen zu investieren. Damit schaffen wir Perspektiven für die Zukunft.“

Sebastian Saar ergänzte: „Der Ersatzneubau der Fröbelschule ist für uns weit mehr als ein Bauprojekt – er ist eine Herzensangelegenheit. Dass der Lahn-Dill-Kreis uns als Generalunternehmer mit seinem größten Einzelauftrag betraut, ist Ehre und Ansporn zugleich. Als Familienunternehmen in vierter Generation möchten wir mit diesem Leuchtturmprojekt zeigen, dass Peter Gross ein verlässlicher Partner in der Region ist.“

Mit der Vertragsunterzeichnung ist ein weiterer Meilenstein für die Bildungslandschaft im Lahn-Dill-Kreis erreicht. Alle Beteiligten gehen das Projekt mit großer Zuversicht und einer gemeinsamen Vision an.