Wer freien Wohnraum anbieten kann, kann sich an den Fachdienst Zuwanderung und Integration des Lahn-Dill-Kreises wenden. Foto: and.one/via canva.com

„Wir sind dankbar für die vielen Angebote“

400 Geflüchtete aus der Ukraine könnten zusätzlich untergebracht werden / Sozialdezernent Stephan Aurand zeigt sich dankbar für zahlreiche Hilfsangebote der Bürgerinnen und Bürger

Aktuell könnten 724 Geflüchtete aus der Ukraine im Lahn-Dill-Kreis untergebracht werden. Neben den bereits bestehenden Unterkünften, die der Kreis angemietet hat, haben sich seit Montag, 28. Februar 2022, 70 Bürgerinnen und Bürger gemeldet, die Wohnraum anbieten. Dort könnten bis zu 400 Menschen untergebracht werden, vorsichtig geschätzt. „Hierbei handelt es sich um einzelne Zimmer in Privathaushalten, Einlieger- und Ferienwohnungen, Wohnungen, Doppelhaushälften sowie Ein- und Mehrfamilienhäuser im gesamten Kreisgebiet“, erklärt Fachdienstleiter für Zuwanderung und Integration, Gero Lottermann. 324 Menschen hätten in den bereits zur Verfügung stehenden Immobilien einen Platz.
Seit Montag, 28. Februar 2022, sucht die Kreisverwaltung intensiv nach Wohnraum für eine Wohnraumbörse. Wer ein freies Zimmer, eine freie Wohnung oder ein Haus zur Verfügung stellen kann, wird gebeten, sich per E-Mail an integration@lahn-dill-kreis.de zu wenden. Unter der Telefonnummer 06441 407 1464 können sich Bürgerinnen und Bürger zwischen 8 und 16 Uhr melden, wenn sie freien Wohnraum anbieten möchten. „Wir sind dankbar für die vielen Angebote. Ob und wann diese in Anspruch genommen werden, müssen wir derzeit noch abwarten. Das hängt davon ab, wie sich das Fluchtgeschehen entwickelt. Deshalb sammeln wir die Angebote erst einmal und melden uns gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt zurück“, erklärt Stephan Aurand, Hauptamtlicher Kreisbeigeordneter und Sozialdezernent des Lahn-Dill-Kreises.
Der Fachdienst Integration und Zuwanderung weist darauf hin, dass Sach- und Geldspenden von der Kreisverwaltung nicht angenommen werden können. Mittlerweile sind viele örtliche Initiativen entstanden, die dringend gebrauchte Güter oder Geld für die Menschen in der Ukraine sammeln.
Alle Menschen, die bisher aus der Ukraine im Lahn-Dill-Kreis angekommen sind, konnten privat unterkommen, vor allem bei Freunden oder Verwandten. 

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