02.12.2025 | 13:40

Neue Mitte, neues Miteinander – Sinn feiert die Einweihung der Alten Schule und den Abschluss der Dorfentwicklung

Modernisiertes Haus der Vereine wird zum „Kulturzentrum Alte Schule“ – Lahn-Dill-Kreis und Gemeinde ziehen erfolgreiche Entwicklungsbilanz

Daniel Köfer, Carsten Braun, Michael Krenos und Frank Inderthal stoßen auf die Alte Schule und den Abschluss der Dorfentwicklung in Sinn an. Foto: Dorin Stock/Gemeinde Sinn

Daniel Köfer, Carsten Braun, Michael Krenos und Frank Inderthal stoßen auf die Alte Schule und den Abschluss der Dorfentwicklung in Sinn an. Foto: Dorin Stock/Gemeinde Sinn

Wenn ein ganzes Dorf zusammenkommt, um ein Stück seiner Geschichte neu zu entdecken, entsteht ein besonderer Moment. So auch in Sinn: Die Gemeinde hat am Wochenende das sanierte Haus der Vereine – künftig „Alte Schule“ – offiziell eingeweiht. Zugleich wurde das erfolgreiche Dorfentwicklungsverfahren abgeschlossen, das in den vergangenen Jahren sowohl durch private als auch durch kommunale Investitionen entscheidend vorangebracht wurde.

Ein Ort mit Geschichte – nun wieder voller Leben

Die 1901 erbaute Alte Schule, ein prägendes Gebäude in der kulturellen Mitte von Sinn, öffnet sich nach umfassender Sanierung wieder für die gesamte Bevölkerung. Wo früher Klassenzimmer und später Vereinsräume waren, entsteht nun ein lebendiger Treffpunkt für Veranstaltungen, Proben, Treffen und kulturelle Formate – offen für alle Vereine und Bürgerinnen und Bürger.

Bürgermeister Michael Krenos freut sich, dass die kulturelle Mitte in Sinn nun durch die Alte Schule ergänzt wird: „Ich wünsche mir sehr, dass diese attraktiven Räume, geschaffen mit großem finanziellem Einsatz, künftig rege genutzt werden.“

Staatssekretär Daniel Köfer vom Landwirtschaftsministerium Hessen, Landrat Carsten Braun und der Erste Kreisbeigeordnete Frank Inderthal, zuständig für die Abteilung für den Ländlichen Raum des Lahn-Dill-Kreises und des Landkreises Gießen, würdigten die Sanierung als „starkes Signal für den ländlichen Raum“. Die Alte Schule sei ein gelungenes Beispiel dafür, wie historische Gebäude einer modernen Nutzung zugeführt werden können.

„Ein sichtbares Ergebnis gemeinsamer Anstrengungen“

Frank Inderthal betonte die Bedeutung der Dorfentwicklung. „Die Alte Schule zeigt, was möglich ist, wenn Kommune, Vereine und Bürgerinnen und Bürger an einem Strang ziehen. Die Dorfentwicklung in Sinn ist ein sichtbares Ergebnis gemeinsamer Anstrengungen und nachhaltiger Investitionen in die Zukunft des Ortes.“

Allein in die Komplettsanierung des Gebäudes flossen rund 1,6 Millionen Euro, wovon etwa 850.000 Euro als Zuschuss über den Kommunalen Finanzausgleich (KFA) bereitgestellt wurden. Ziel ist eine flexible Mehrfachnutzung, die das Gebäude für Veranstaltungen, Vereinsarbeit und kulturelle Angebote deutlich erweitert.

Bilanz der Dorfentwicklung: Privates Engagement trifft kommunale Impulse

Der Abschluss des Dorfentwicklungsverfahrens macht deutlich, wie breit der Nutzen für Sinn ausfällt:

Privater Bereich

  • 27 private Vorhaben wurden über die gesamte Laufzeit gefördert
  • 475.000 Euro Zuschüsse lösten Investitionen von rund 1,65 Mio. Euro aus
  • Viele Wohngebäude und Höfe wurden modernisiert, Ortsbilder aufgewertet und Leerstände vermieden

Kommunale Projekte (Auswahl)

  • Aufwertung der Kapelle zum kulturellen Veranstaltungsort
    Investition: ca. 48.000 Euro / Zuschuss: ca. 28.000 Euro
  • Funktionale Ergänzung der Naherholungsanlage Edingen
    Investition: ca. 50.000 Euro / Zuschuss: ca. 36.000 Euro
  • Erhalt und Gestaltung des Fleisbacher Pfädchens als wichtiger innerörtlicher Fußweg
    Investition: ca. 75.000 Euro / Zuschuss: ca. 43.000 Euro

Festlicher Rahmen und ein Blick in die Zukunft

Nach der Eröffnungsrede folgte ein abwechslungsreiches Programm, gestaltet von Sinner Ehrenamtlichen. Bei Führungen durch die sanierten Räume konnten die Gäste die neue Atmosphäre der Alten Schule erleben. Eine Fotoausstellung zeigte den Wandel des Gebäudes – von historischen Aufnahmen bis zu Bildern der aktuellen Baumaßnahmen.

Viele Besucherinnen und Besucher hatten die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen, Ideen zu teilen und sich über zukünftige Nutzungsmöglichkeiten auszutauschen.