Die Notunterkunft auf dem Festplatz Finsterloh in der Stadt Wetzlar wird derzeit zurück gebaut.
Seit Montag, 8. Mai 2023, wird das Zelt abgebaut. Zunächst waren die Möbelpacker und Elektriker vor Ort, um das Festzelt leer zu räumen. Insgesamt werden 15 Unternehmen vor Ort sein, um den Platz bis zum 24. Mai 2023 wieder so herzurichten, damit die Stadt Wetzlar ihn ab Pfingstmontag wieder als Festplatz nutzen kann.
In dem Zelt waren in der Spitze vorübergehend 250 Menschen untergebracht, damit war es nie voll ausgelastet. BIs zu 472 Menschen hätten in der Notunterkunft untergebracht werden können. Das Festzelt hatte der Lahn-Dill-Kreis gemietet, die Inneneinrichtung gekauft. Unter anderem die Trennwände und Betten werden in einem Lager des Landkreises in Sinn untergebracht beziehungsweise gleich für die Einrichtung anderer Unterkünfte verwendet.
Die Unterkunft auf dem Festplatz Finsterloh war eine von zwei großen im Lahn-Dill-Kreis, um die bei uns ankommenden Geflüchteten unterbringen zu können. Die Menschen, die vorübergehend in Wetzlar gewohnt haben, leben nun in einer der 120 kleineren Gemeinschaftsunterkünfte oder in der nun einzigen großen Notunterkunft in Haiger.
In dem knappen halben Jahr, in dem die Notunterkunft bestand, gab es nie größere Probleme – weder im Zelt noch von außen. Das hat zum einen das umfangreiche Sicherheitskonzept möglich gemacht, aber auch die gute soziale Betreuung aller Beteiligten. Neben dem Begegnungscafé „Begegunungsinsel“ der Flüchtlingshilfe Mittelhessen waren auch die Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter des LDK stets vor Ort, ebenso wie der Betreiber der Unterkunft, der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. Regionalverband Mittelhessen, der die Menschen sehr gut begleitet hat.
„Wir danken allen Beteiligten für die große Unterstützung. Diese großartige Arbeit hat wesentlich dazu beigetragen, dass es in der Zeit seit Dezember eine sehr gute Entwicklung gegeben hat“, bedankt sich Kreis-Sozialdezernent Stephan Aurand.