12.06.2026 | 14:14
Gesundheitskonferenz 2026: Gemeinsam für mehr soziale Teilhabe im Alter
Lahn-Dill-Kreis bringt Akteure aus Gesundheit, Pflege, Ehrenamt und Kommunen zusammen

Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen, Gesundheitswesen, Seniorenarbeit, Wohlfahrtsverbänden, Ehrenamt und Politik sind der Einladung des Gesundheitsamtes gefolgt, um das Älterwerden in der Region in den Fokus zu rücken. Moderator Julian Schnaubelt führte durch die Konferenz. Fotos: Lahn-Dill-Kreis
Unter dem Motto „Aktiv und gesund älter werden – miteinander für mehr soziale Teilhabe im Lahn-Dill-Kreis“ hat das Gesundheitsamt des Lahn-Dill-Kreises am Dienstag, den 9. Juni zur Gesundheitskonferenz 2026 in das Johanneum Gymnasium in Herborn eingeladen. Rund um die Frage, wie soziale Teilhabe im Alter gestärkt und gesundes Altern vor Ort gefördert werden kann, kamen Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen, Gesundheitswesen, Seniorenarbeit, Wohlfahrtsverbänden, Ehrenamt und Politik dabei zusammen.
Eröffnet wurde die Konferenz durch den Ersten Kreisbeigeordneten Frank Inderthal sowie Christian Müller, Leiter der Abteilung Gesundheit des Lahn-Dill-Kreises. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen aktuelle Herausforderungen des demografischen Wandels sowie die Entwicklung konkreter Ideen und Maßnahmen für eine altersfreundliche und gesundheitsfördernde Gestaltung des Lebens im Lahn-Dill-Kreis.
„Gesundes Altern bedeutet weit mehr als die Abwesenheit von Krankheit. Es geht darum, Menschen die Möglichkeit zu geben, aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben, soziale Kontakte zu pflegen und möglichst lange selbstbestimmt zu leben. Dafür brauchen wir starke Netzwerke und ein gemeinsames Handeln aller Beteiligten“, betonte Frank Inderthal in seiner Begrüßung.
Vorträge von Experten und aus der Praxis
Zu Beginn der Konferenz stellte das Team Gesundheitsplanung der Abteilung Gesundheit die aktuelle Datenlage und die gesundheitliche Ausgangssituation älterer Menschen in der Region vor. Daran anschließend gab Carolin Becklas von der Hessischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e. V. in ihrem Impulsvortrag „Gesundes Altern gemeinsam gestalten“ Einblicke in erfolgreiche Ansätze der Gesundheitsförderung und Prävention im Alter. Praxisnahe Perspektiven aus der Seniorenarbeit brachte Rolf Jakob Westerhausen vom Seniorenbeirat Ehringshausen mit. Er schilderte im Gespräch die Bedürfnisse älterer Menschen vor Ort sowie die Bedeutung von Begegnungsangeboten und ehrenamtlichem Engagement für die Lebensqualität im Alter.
Workshops rund um das Älterwerden
Im Zentrum der Gesundheitskonferenz standen anschließend drei thematische Workshops. Die Teilnehmenden diskutierten an moderierten Thementischen über die Stärkung pflegender Angehöriger, die Förderung von Bewegung und sozialer Teilhabe sowie über Möglichkeiten, um Isolation zu vermeiden und soziale Netzwerke sowie das Ehrenamt zu stärken. Gemeinsam wurden in den Workshop Herausforderungen benannt, Handlungsfelder identifiziert und erste Ideen für konkrete Maßnahmen entwickelt. Die Ergebnisse der Workshops wurden anschließend im Plenum vorgestellt und sollen in die weitere Gesundheitsplanung des Lahn-Dill-Kreises einfließen. Den inhaltlichen Abschluss der Veranstaltung bildete ein Praxisimpuls zum Alltagsfitnessprogramm durch Felix Weber von der Hessischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e. V.. Nach der Vorstellung des Good-Practice-Beispiels aus Hessen gab Jutta Hanig (Sportkreis Lahn-Dill) bekannt, dass das Alltagsfitnessprogramm auch im Lahn-Dill-Kreis geplant ist und zeigte Formen zur Kooperation und Umsetzung auf. Beendet wurde die Veranstaltung mit einer gemeinsamen Reflexion des Tages.
„Die heutigen Diskussionen haben gezeigt, wie viele gute Ideen und wie viel Engagement im Lahn-Dill-Kreis vorhanden sind. Unser Ziel ist es, die Anregungen aus der Gesundheitskonferenz aufzugreifen und gemeinsam mit den Kommunen, Verbänden und Initiativen konkrete Schritte für mehr soziale Teilhabe und Lebensqualität im Alter umzusetzen“, sagte Christian Müller zum Abschluss der Veranstaltung.
Die Gesundheitskonferenz ist Teil der kontinuierlichen Gesundheitsplanung des Lahn-Dill-Kreises und dient als Plattform für Austausch, Vernetzung und die Entwicklung gemeinsamer Strategien zur Förderung der Gesundheit der Bevölkerung. Ziel ist es, die Rahmenbedingungen für ein aktives, gesundes und selbstbestimmtes Älterwerden im Lahn-Dill-Kreis weiter zu verbessern.
In der Workshopphase tauschten sich die Teilnehmenden in drei Themengruppen über die Pflege von Angehörigen, Bewegungsförderung und soziale Teilhabe sowie über die Frage, wie man Isolation im Alter vermeiden kann aus. Fotos: Lahn-Dill-Kreis




