13.07.2026 | 14:46

Landwirtschaft besonders in Erntezeit Vorrang geben

Abteilung für den ländlichen Raum bittet um Rücksichtnahme

Foto: Lahn-Dill-Kreis

Foto: Lahn-Dill-Kreis

Mit der Erntezeit beginnt für die Landwirtschaft im Lahn-Dill-Kreis und im Landkreis Gießen eine der arbeitsintensivsten Zeiten des Jahres – deshalb bittet die Abteilung für den ländlichen Raum um besondere Rücksichtnahme auf den Feldwegen. Während viele Menschen in den Sommermonaten das schöne Wetter genießen und die Natur für Spaziergänge, Radtouren oder sportliche Aktivitäten nutzen, stehen landwirtschaftliche Betriebe unter hohem Zeitdruck: Für sie sind die Feld- und Wirtschaftswege keine Freizeitstrecken, sondern der tägliche Weg zu ihrem Arbeitsplatz.

„Besonders während der Erntezeit sind große landwirtschaftliche Maschinen auf den Wirtschaftswegen unterwegs“, sagt Frank Indertahl, Erster Kreisbeigeordneter und im Lahn-Dill-Kreis zuständig für den ländlichen Raum. „Mähdrescher oder auch Traktoren mit Anhängern benötigen aufgrund ihrer Breite und ihres Gewichts deutlich mehr Platz als ein Pkw. Zudem haben sie einen längeren Bremsweg, ein begrenztes Sichtfeld und lassen sich bei Hindernissen oder entgegenkommendem Verkehr oftmals nur schwer manövrieren.“ Umso wichtiger sei es, dass alle, die die Feldwege nutzen, aufmerksam sind und rechtzeitig reagieren. Er bittet: „Wer auf einem Feldweg unterwegs ist, sollte Kopfhörer möglichst leise stellen und bei herannahenden Landmaschinen umgehend Platz machen – Hunde sollten in solch einer Situation angeleint werden, damit sie nicht plötzlich vor ein Fahrzeug laufen. Ein kurzer Moment der Rücksichtnahme kann helfen, gefährliche Situationen zu vermeiden.“

„Die Ernte ist stark vom Wetter abhängig“, sagt Christian Zuckermann, hauptamtlicher Dezernent und im Landkreis Gießen zuständig für den ländlichen Raum. „Oft entscheiden wenige trockene Tage darüber, ob Getreide, Heu oder Stroh in guter Qualität eingebracht werden können. Jeder unnötige Zeitverlust erschwert die Arbeit der Betriebe zusätzlich.“ Immer häufiger werde die Fahrt zu den Feldern und Wiesen jedoch zu einem echten Hindernisparcours. Er appelliert: „Auch wenn die Wege in erster Linie für den land- und forstwirtschaftlichen Verkehr angelegt wurden, sollen selbstverständlich auch Spaziergänger, Radfahrer und Co. davon profitieren. Mit gegenseitigem Respekt und Aufmerksamkeit lässt sich der gemeinsame Aufenthalt sicher und entspannt gestalten – da kann schon ein kurzer Moment des Wartens oder Ausweichens helfen.“