12.02.2026 | 14:00

Leuchtturmbeispiel für eine gelungene Unternehmensnachfolge

Kreis-Wirtschaftsdelegation besucht SCHAEFER Precision Manufacturing in Ehringshausen-Katzenfurt

Jacob Manderbach (Kreis-Wirtschaftsförderung und Tourismus), Petra Kern (Vorsitzende der Geschäftsführung Agentur für Arbeit Limburg-Weilburg), Alexander Cunz (Stellvertetender Hauptgeschäftsführer IHK Lahn-Dill), Jürgen Mock (Bürgermeister Ehringshausen), Maximilian Krause, Dr. Johannes Viehhauser und Carsten Braun treffen sich im Rahmen des Besuchs der Kreis-Wirtschaftsdelegation. Foto: Philip Gerhardt

Jacob Manderbach (Kreis-Wirtschaftsförderung und Tourismus), Petra Kern (Vorsitzende der Geschäftsführung Agentur für Arbeit Limburg-Weilburg), Alexander Cunz (Stellvertetender Hauptgeschäftsführer IHK Lahn-Dill), Jürgen Mock (Bürgermeister Ehringshausen), Maximilian Krause, Dr. Johannes Viehhauser und Carsten Braun treffen sich im Rahmen des Besuchs der Kreis-Wirtschaftsdelegation. Foto: Philip Gerhardt

Wie die Übergabe eines alteingesessenen regionalen Unternehmens in junge unternehmerische Hände gelingen kann, davon konnte sich eine Wirtschaftsdelegation rund um Landrat Carsten Braun beim Besuch der SCHAEFER Precision Manufacturing GmbH & Co.KG überzeugen.

Das Unternehmen wurde bereits 1969 gegründet und produziert seit 2010 am Standort in Ehringshausen-Katzenfurt. Seit Januar 2025 findet die Fertigung zudem unter den neuen Firmeninhabern und Geschäftsführen Dr. Johannes Viehhauser und Maximilian Krause statt. Das Besondere daran: Weder Viehhauser noch Krause kommen aus dem bisherigen Unternehmensumfeld oder auch nur aus der Nähe des Lahn-Dill-Kreises. Mit der Übernahme der SCHAEFER Precision Manufacturing haben sich die beiden langjährigen Freunde und vormaligen Unternehmensberater vielmehr den gemeinsamen Traum der Selbstständigkeit erfüllt – und das sehr erfolgreich.

Die unternehmerischen Standbeine der SCHAEFER GmbH & Co. KG liegen in der Halbleiterindustrie sowie in der Konstruktion und der Fertigung hochpräziser Teile, der Oberflächenfeinbearbeitung und -veredelung sowie der Montage komplexer Baugruppen. Neben der Fertigung größerer Stückzahlen stellt die Anfertigung von komplexen Prototypen und maßgeschneiderten Einzelelementen eine besondere Kompetenz des Unternehmens dar. Für Viehhauser und Krause ist es das erklärte Ziel, die vorhandenen Kernkompetenzen weiter zu stärken und gleichzeitig durch Innovationsoffenheit neue Kunden sowie neue Märkte zu erschließen. Darüber hinaus bauen die Neu-Eigentümer auf moderne Managementansätze und legen Wert auf einen engen und wertschätzenden Umgang mit und unter den rund 30 Mitarbeitenden des Unternehmens.

„Zugegeben“, eröffnet Maximilian Krause seine Antwort auf die Nachfrage von Landrat Braun, wie der Start für die neuen Eigentümer gewesen sei: „Wir sind am Anfang von den Mitarbeitenden durchaus kritisch beäugt worden.“ Durch viele Gespräche, die Etablierung neuer Formate, beispielsweise regelmäßige Status- und Entwicklungsmeetings, sowie gezielte Förderungs- und Weiterbildungsangebote, sei aus der anfänglichen Zurückhaltung jedoch schnell ein starkes Miteinander geworden. Auch regelmäßige Mitarbeiterevents und gemeinsame Aktivitäten nach Feierabend führten Viehhäuser und Krause ein.

Die Gewinnung neuer nationaler und internationaler Kunden sowie die Erhöhung der Auftragsvolumina bei bestehenden Lieferbeziehungen zeugen davon, dass die neuen Geschäftsführer mit ihren Ansätzen erfolgreich gestartet sind. Darüber hinaus steht die Einstellung von zwei Auszubildenden für den Beruf zum Zerspanungsmechaniker sowie der Ankauf von Erweiterungsflächen im Katzenfurter Gewerbegebiet exemplarisch dafür, dass es Viehhauser und Krause ernst meinen. „Der Standort in Ehringshausen sowie der Lahn-Dill-Kreis insgesamt bieten ein großes Potential für unserer unternehmerischen Pläne, die wir gemeinsam mit unseren hochmotivierten und top qualifizierten Mitarbeitenden erreichen wollen“, betont Johannes Viehhauser in diesem Kontext. Übereinstimmend ergänzen beide, dass sie das intensive Übernahmejahr darin bestärkt habe, dass der Schritt in die Selbstständigkeit richtig gewesen sei. Standard-Arbeitstage gäbe es nicht. Mal sei es Mitanpacken in Produktion und Logistik, mal die Übernahme von Hausmeistertätigkeiten und dann eben das Treffen unternehmerischer Entscheidungen sowie das Führen von Gesprächen mit nationalen und internationalen Geschäftspartnern. Genau diese Abwechslung und Verantwortung mache für sie den Reiz aus.

Landrat Carsten Braun zeigte sich beeindruckt von dieser Art des Unternehmertums und der großen Tatkräftigkeit. „Die SCHAEFER Precision Manufacturing stellt mit den neuen Geschäftsführern ein absolutes Leuchtturmbeispiel für eine gelungene Unternehmensnachfolge dar. Man kann in diesem Unternehmen buchstäblich greifen, wie der Erfolg eines alteingesessenen Unternehmens durch neue Ideen, Ansätze und unternehmerischen Mut auf eine andere Ebene gehoben werden kann.“ Braun bedankte sich zum Abschluss des Besuchs bei Johannes Viehhauser und Maximilian Krause für deren unternehmerischen Einsatz und den Mut sowie den Vorbildcharakter, den die Übernahme der SCHAEFER Precision Manufacturing für andere Unternehmen böte.