03.08.2026 | 13:53

Nach schwerem Unwetter: Landrat dankt Feuerwehren und Leitstelle für ihren außergewöhnlichen Einsatz

83 wetterbedingte Einsätze nach Starkregen, Sturm und Hagel – Einsatzkräfte meistern Großlage im Lahn-Dill-Kreis

Bildunterschrift: 83 wetterbedingte Einsätze nach Starkregen, Sturm und Hagel Foto: Canva

Bildunterschrift: 83 wetterbedingte Einsätze nach Starkregen, Sturm und Hagel Foto: Canva

Heftiger Starkregen, stürmische Böen und stellenweise großkörniger Hagel haben am Freitagabend zahlreiche Feuerwehren im Lahn-Dill-Kreis in Atem gehalten. Innerhalb weniger Stunden rückten die Einsatzkräfte zu insgesamt 83 unwetterbedingten Einsätzen aus. Besonders betroffen waren die Kommunen Driedorf, Herborn, Sinn, Mittenaar, Bischoffen, Hohenahr, Greifenstein und Aßlar.

Ab 19 Uhr gingen in der Zentralen Leitstelle zahlreiche Notrufe ein. Die Feuerwehren beseitigten umgestürzte Bäume, die Straßen blockierten oder auf Fahrzeuge beziehungsweise ein Wohnhaus gestürzt waren. Mehrere Dächer wurden durch die Sturmböen beschädigt oder teilweise abgedeckt. Hinzu kamen überflutete Straßen, weil große Hagelmengen die Straßeneinläufe verstopften. Auch zahlreiche Keller, Garagen und Firmengebäude liefen mit Wasser voll und machten ein schnelles Eingreifen der Einsatzkräfte erforderlich.

Mit dem steigenden Einsatzaufkommen nahm auch die Belastung in der Zentralen Leitstelle zu. Um die Vielzahl eingehender Notrufe zeitnah bearbeiten zu können, wurden die Rufbereitschaft sowie dienstfreies Personal nachalarmiert. Dadurch konnte die personelle Besetzung innerhalb kurzer Zeit verdreifacht werden. Gegen 21 Uhr entspannte sich die Lage allmählich, und das Anrufs- sowie Einsatzaufkommen ging spürbar zurück.

Landrat Carsten Braun spricht allen Beteiligten seinen ausdrücklichen Dank aus: „Unsere Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner haben einmal mehr bewiesen, wie unverzichtbar ihr ehrenamtliches Engagement für die Sicherheit der Menschen im Lahn-Dill-Kreis ist. Während viele Schutz vor dem Unwetter suchten, waren sie im Einsatz, um Gefahren zu beseitigen, Straßen freizumachen und Menschen zu helfen. Dieses Engagement verdient höchsten Respekt und unsere große Anerkennung. Mein herzlicher Dank gilt ebenso den Mitarbeitenden der Zentralen Leitstelle, die das außergewöhnlich hohe Notrufaufkommen mit großer Professionalität bewältigt und die Einsätze zuverlässig koordiniert haben. Die Menschen im Lahn-Dill-Kreis können sich jederzeit auf ihre Feuerwehren verlassen. Dass so viele Frauen und Männer ihre Freizeit opfern, Verantwortung übernehmen und sich ehrenamtlich für die Sicherheit anderer einsetzen, ist alles andere als selbstverständlich.“

Bürgerinnen und Bürger, die infolge des Unwetters beschädigte Gegenstände entsorgen müssen, können diese im Rahmen der regulären Annahmezeiten auf dem Wertstoffhof Herborn, im Kompostwerk der Firma Herhof in Dillenburg-Oberscheld sowie im Abfallwirtschaftszentrum des Lahn-Dill-Kreises in Aßlar abgeben. Alle Entsorgungsmöglichkeiten stehen im gewohnten Umfang zur Verfügung.

Das Unwetter hat erneut deutlich gemacht, wie wichtig eine leistungsfähige Gefahrenabwehr und das ehrenamtliche Engagement der Feuerwehren für die Sicherheit im Lahn-Dill-Kreis sind. Dank des schnellen und koordinierten Einsatzes aller Beteiligten konnten die zahlreichen Einsatzstellen zügig abgearbeitet und größere Schäden verhindert beziehungsweise deren Auswirkungen begrenzt werden.