28.05.2026 | 14:53
Starke Zusammenarbeit für Schwangere, Mütter und Neugeborene: Lahn-Dill-Kreis erprobt „Hebamme im Rettungsdienst“
Hebammen, Notärzte und Rettungsdienst sollen enger zusammenarbeiten / Testphase des Projektes beginnt im Juni

Im Bildungszentrum des Malteser Hilfsdienstes in Wetzlar fiel der Startschuss für die Testphase des neuen Kooperationsprojektes zwischen Hebammen und Rettungsdienst im Lahn-Dill-Kreis. Thomas Möbius (1.v.r.) und Harald Stürtz (2.v.r.) begrüßten die Hebammen. Erste Gespräche mit den Kreishebammensprecherinnen Saskia Friedrich (vorne, 2.v.l.) und Lisa Zipp (vorne, 3.v.l.) fanden bereits 2025 satt. Foto: Lahn-Dill-Kreis
Am 1. Juni 2026 beginnt die Testphase des Projektes „Hebamme im Rettungsdienst“. Dazu hatte der Lahn-Dill-Kreis als Träger des öffentlichen Rettungsdienstes am 21. Mai 2026 insgesamt 13 Hebammen, die im Lahn-Dill-Kreis praktizieren, eingeladen. Kreisbrandinspektor Harald Stürtz sowie der Ärztliche Leiter Rettungsdienst Thomas Möbius begrüßten die Hebammen im Bildungszentrum des Malteser Hilfsdienstes in Wetzlar. Bei dieser Auftaktveranstaltung wurde den Beteiligten das Projekt vorgestellt. Dabei konnten offene Fragen erläutert werden. Im Anschluss informierten sich die Hebammen über ihren „neuen Arbeitsplatz“ Rettungswagen und die Ausstattung, die dieser für die Versorgung von Geburten mitführt.
Erste Gespräche mit den Kreishebammensprecherinnen im Lahn-Dill-Kreis, Saskia Friedrich und Lisa Zipp, fanden bereits 2025 statt. Ziel des Projektes ist es unter anderem eine bestmögliche Versorgung von Schwangeren, Müttern und Neugeborenen sicherzustellen.
Die Hebammen werden nach einem besonderen Einsatzstichwort von der Zentralen Leitstelle gleichzeitig mit dem Rettungsdienst alarmiert und fahren mit dem eigenen Fahrzeug direkt zur Einsatzstelle. Das stellt eine zeitnahe Verfügbarkeit sicher. Die weitere Behandlung und Versorgung von Mutter und Kind erfolgt gemeinsam mit dem Notarzt und dem Rettungsdienstpersonal.
Das Projekt knüpft an eine Empfehlung des Hebammenverbandes an. Nachbarlandkreise, wie beispielsweise Limburg-Weilburg und Main-Kinzig-Kreis, haben bereits ähnliche Projekte implementiert. Die Testphase im Lahn-Dill-Kreis ist bis Ende des Jahres vorgesehen. Die Erkenntnisse daraus fließen in das finale Kooperationskonzept ein.

