23.02.2026 | 09:03
Starker Schulterschluss für den Zivil- und Katastrophenschutz im Lahn-Dill-Kreis
Landkreis richtet Austauschtreffen der Einsatz- und Verwaltungsakteure in Herborn aus

Landkreis richtet Austauschtreffen der Einsatz- und Verwaltungsakteure in Herborn aus, Kreisbrandinspektor Harald Stürtz, Dr. Tobias Bräunlein, Major Christian Koch, Landrat Carsten Braun (v.l.n.r) Foto: Lahn-Dill-Kreis
Mit einem klaren Bekenntnis zur engen Zusammenarbeit im Krisenfall hat der Lahn-Dill-Kreis am Freitag (20. Februar 2026) ein Austauschtreffen der zentralen Akteure im Zivil- und Katastrophenschutz ausgerichtet. Vertreterinnen und Vertreter von Feuerwehren, Kreisverwaltung, Bundeswehr, Rettungsdiensten, Polizei, Politik sowie der Feuerwehrverbände kamen zusammen, um aktuelle Herausforderungen zu diskutieren und die Vernetzung weiter auszubauen.
Kreisbrandinspektor Harald Stürtz eröffnete die Veranstaltung und betonte in seiner Begrüßung die wachsende Bedeutung einer verlässlichen und abgestimmten Zusammenarbeit aller Beteiligten. Angesichts komplexer Gefahrenlagen sei ein starkes Netzwerk unerlässlich.
Auch Landrat Carsten Braun unterstrich in seinem Grußwort die zentrale Rolle der kommunalen Ebene im Krisenmanagement. „Ein leistungsfähiger Zivil- und Katastrophenschutz lebt vom Vertrauen, vom regelmäßigen Austausch und vom gemeinsamen Verständnis unserer Aufgaben. Als Landkreis tragen wir eine besondere Verantwortung, die beteiligten Kräfte zu vernetzen und optimale Rahmenbedingungen für eine wirksame Gefahrenabwehr zu schaffen“, erklärte Braun.
Für den fachlichen Impuls sorgte Dr. Tobias Bräunlein vom Hessischen Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz. In seinem Vortrag ordnete er grundlegende Aspekte des Zivil- und Katastrophenschutzes ein und zeigte Perspektiven für die Zusammenarbeit zwischen Landes- und Kreisebene auf.
Einen weiteren Schwerpunkt setzte Major Christian Koch mit seinem Beitrag zu den Aufgaben und Möglichkeiten des Kreisverbindungskommandos Lahn-Dill. Er erläuterte, welche Unterstützungsleistungen die Bundeswehr im Katastrophenfall leisten kann und ging darüber hinaus auf Fragen der Bündnis- und Landesverteidigung ein. Dabei wurde deutlich, dass auch auf Kreisebene klare Zuständigkeiten und vorbereitende Strukturen erforderlich sind.
Neben den Fachvorträgen stand insbesondere der persönliche Austausch im Mittelpunkt. In Diskussionsrunden und Gesprächen wurden bestehende Kontakte vertieft und neue Verbindungen geknüpft – ein wichtiger Baustein für eine schlagkräftige Gefahrenabwehr.
Seitens der Kreisverwaltung wurde das Treffen als wichtiger Impuls gewertet. Ein enger, kontinuierlicher Dialog zwischen allen Beteiligten sei die Grundlage für einen leistungsfähigen und zukunftsfesten Zivil- und Katastrophenschutz im Lahn-Dill-Kreis.

