14.08.2026 | 14:01
Vier Großeinsätze in vier Tagen
Brände auf der A45, in Greifenstein-Arborn, Schöffengrund-Niederwetz und Hüttenberg-Reiskirchen fordern mehr als 560 Einsatzkräfte

Mit mehreren Feuerwehren aus dem Lahn-Dill-Kreis sowie mit Unterstützung der Feuerwehr Weilburg mit einer Drehleiter wurde der Gebäudebrand in Arborn unter Kontrolle gebracht. Foto: Lahn-Dill-Kreis
Zwei schwere Brände innerhalb von weniger als 24 Stunden und zwei weitere Brände an den Folgetagen haben die Einsatzkräfte im Lahn-Dill-Kreis in dieser Woche außergewöhnlich gefordert. Zunächst geriet am Montagnachmittag ein Lastwagen auf der A45 in Brand. Nur wenige Stunden später mussten Feuerwehr, Rettungsdienst und Technisches Hilfswerk (THW) am Dienstagmorgen zu einem Großbrand nach Greifenstein-Arborn und am Mittwochnachmittag nach Schöffengrund-Niederwetz ausrücken. Am Donnerstagnachmittag wurden die Einsatzkräfte aufgrund brennender Heuballen alarmiert . Insgesamt waren bei vier Einsätzen mehr als 560 Kräfte beteiligt.
„Was unsere Einsatzkräfte in diesen Tagen geleistet haben, verdient großen Respekt“, sagte Landrat Carsten Braun. Viele von ihnen seien über Stunden unter schwierigen Bedingungen im Einsatz gewesen und innerhalb kürzester Zeit erneut gefordert worden.
LKW brennt auf A 45 aus
Der erste Großeinsatz begann am Montag, 10. August, gegen 15:50 Uhr mit einem brennenden Lastwagen auf der A45 in Höhe des Parkplatzes „Behlkopf“. Als erste Feuerwehr rückte die Wehr der Stadt Aßlar aus. Im weiteren Einsatzverlauf wurden zahlreiche weitere Feuerwehren aus dem Lahn-Dill-Kreis zur Unterstützung alarmiert.
Die weithin sichtbare Rauchsäule führte zudem zu einem hohen Notrufaufkommen in der Zentralen Leitstelle des Lahn-Dill-Kreises. Zusätzliche Kräfte wurden eingesetzt, um alle eingehenden Meldungen bearbeiten zu können.
Neben den Feuerwehren waren auch das Technische Hilfswerk, der Betreunungsdienst des Kathastrophenschutzes und weitere Kräfte im Einsatz. Während das THW die Löscharbeiten unterstützte, versorgten Kräfte des Deutschen Roten Kreuzes die Menschen mit Getränken, die aufgrund der Vollsperrung der Autobahn im Stau standen.
Ein wichtiger Partner war dabei auch die Autobahn GmbH des Bundes. Die zuständige Autobahnmeisterei Ehringshausen war von Beginn an bis zum Abschluss der Einsatzmaßnahmen vor Ort und begleitete die Arbeiten eng. Die durch den Brand massiv beschädigte Fahrbahn konnte bereits innerhalb von 36 Stunden saniert werden.
„Wenn ein Lkw auf der A45 in Brand gerät, zählt jede Minute. Dass unsere Feuerwehr als erste Feuerwehr vor Ort war und anschließend die Kräfte aus dem gesamten Lahn-Dill-Kreis Hand in Hand zusammengearbeitet haben, zeigt eindrucksvoll die Leistungsfähigkeit unserer Gefahrenabwehr. Mein besonderer Dank gilt allen Einsatzkräften, die unter schwierigen Bedingungen dafür gesorgt haben, dass die Situation schnell und professionell unter Kontrolle gebracht werden konnte“, betont Christian Schwarz, Bürgermeister der Stadt Aßlar und Sprecher der Bürgermeister im Lahn-Dill-Kreis.
Scheune brennt in Greifenstein
Keine 24 Stunden später wurden die Einsatzkräfte erneut zu einem Großeinsatz alarmiert. Am Dienstagmorgen, 11. August, geriet in Greifenstein-Arborn eine Scheune in Brand. Das Feuer griff auf ein Wohnhaus und eine ehemalige Gaststätte über. Auch bei diesem Einsatz waren zahlreiche Feuerwehren sowie weitere Organisationen im Einsatz. Die starke Rauchentwicklung war weithin sichtbar und führte erneut zu zahlreichen Notrufen.
Wohnhausbrand in Schöffengrund
Am Mittwoch, 12. August, wurden die Einsatzkräfte gegen 16:55 Uhr erneut zu einem Wohnhausbrand alarmiert. Beim Eintreffen der Feuerwehren stand das Gebäude bereits in Vollbrand, woraufhin weitere Feuerwehren zur Unterstützung hinzugezogen wurden. Wegen einer möglichen Einsturzgefahr wurde der Fachberater des THW Dillenburg alarmiert, während die Betreuungszüge die Versorgung der Einsatzkräfte übernahmen. Damit waren die Einsatzkräfte im Lahn-Dill-Kreis innerhalb von nur drei Tagen erneut bei einem größeren Brandgeschehen gefordert
1.600 Heuballen brennen in Hüttenberg-Reiskirchen
Donnerstagnachmittag, 13. August 2026, gerieten in Hüttenberg-Reiskirchen rund 1.600 Heuballen in Brand, etwa 260 Einsatzkräfte aus mehreren Feuerwehren und Hilfsorganisationen waren an den umfangreichen Löscharbeiten beteiligt. Die Nachlöscharbeiten dauerten bis in den Folgetag an.
„Der Lahn-Dill-Kreis arbeitet mit seinen Städten und Gemeinden sowie mit Behörden und Organisationen Hand in Hand. Das hat sich bei diesen Einsätzen eindrucksvoll gezeigt. Dass die auf der A45 massiv beschädigte Fahrbahn bereits 36 Stunden nach dem Brand vollständig saniert und der Verkehr wieder ungehindert fließen konnte, ist eine beeindruckende Leistung und zeigt, wie gut alle Beteiligten zusammenarbeiten“, sagte Landrat Carsten Braun.
Sein Dank gilt deshalb allen haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräften sowie den unterstützenden Organisationen, Behörden, der Autobahnmeisterei Ehringshausen und den beteiligten Unternehmen. Hinter einem Großeinsatz steht ein komplexes Zusammenspiel vieler Beteiligter – von den Kräften an der Einsatzstelle über die Mitarbeitenden der Leitstelle bis hin zu Hilfsorganisationen, technischen Unterstützern, kommunalen Partnern und den Unternehmen, die mit ihrer Arbeit dazu beitragen, die Folgen eines solchen Einsatzes schnell zu beseitigen und die Infrastruktur wiederherzustellen.



