von links: Ursula Viehmann-Bergmann, Karl-Heinz Straßheim, Erika Zander, Heinz Schreiber, Edgar Luh, Gabriele Walther, Marga Becker, Werner Becker, Agnes Flügge-Kunz, Luise Fuhrländer, Brigitte Walter, Wolfgang Hofmann, Winfried Wagner, Carmen Zühlsdorf-Gerhard (Vorsitzende des Gesundheitsausschusses), Lydia Anna Brückel (es fehlen Günter Zimmermann und Dr. Friedrich Kurtz), Foto: LDK

Agnes Flügge-Kunz wird von Wolfgang Hofmann (li.) und Heinz Schreiber verabschiedet

Ehrenamtliches Engagement für Krankenhauspatienten

Patientenfürsprecherinnen und -sprecher erhielten Ernennungsurkunden

Der Kreistag des Lahn-Dill-Kreises hat in seiner Sitzung am 4. Juli 2016 die Patientenfürsprecherinnen und -fürsprecher sowie deren Stellvertretungen gewählt. Die Übertragung dieser ehrenamtlichen Tätigkeit ist mit der Aushändigung einer Urkunde verbunden und gilt 5 Jahre, d. h. für die Wahlperiode 2016 bis 2021. Am Donnerstag, 20. Oktober 2016, überreichte Heinz Schreiber, Erster Kreisbeigeordneter des Lahn-Dill-Kreises, in Vertretung für Landrat Wolfgang Schuster die Berufungsurkunden.

Berufen wurden:

  • Lydia Anna Brückel (Wetzlar) und Edgar Luh (Leun) für die Lahn-Dill-Kliniken Wetzlar;
  • Karl-Heinz Straßheim (Leun) und Erika Zander (Solms) für die Lahn-Dill-Kliniken Braunfels, die Orthopädische Klinik und Neurologische Klinik Braunfels sowie die Gertrudis-Klinik in Leun-Biskirchen;
  • Werner Becker (Breitscheid) und Marga Becker (Breitscheid) für die Lahn-Dill-Kliniken Dillenburg;
  • Ursula Viehmann-Bergmann (Herborn) und Gabriele Walther (Herborn) für die Vitos-Klinik (Zentrum für Soziale Psychiatrie, Rehbergpark) Herborn;
  • Brigitte Walter (Eschenburg) und Winfried Wagner (Eschenburg) für die Psychosomatische Klinik Eschenburg;
  • Luise Fuhrländer (Aßlar) und Günter Zimmermann (Ehringshausen) für das Kaiserin Auguste Victoria-Krankenhaus in Ehringshausen.

Aus dem Ehrenamt verabschiedet wurden Agnes Flügge-Kunz (Lahn-Dill-Kliniken GmbH, Wetzlar) und Dr. Friedrich Kurtz (Vitos Klinik Herborn). Hans-Dieter Kaempffe (Psychosomatische Klinik Eschenburg) verstarb in 2015.

„Die meisten der hier genannten „frisch gebackenen“ Fürsprecher und Fürsprecherinnen sind bereits in der 2. oder 3. Wahlperiode in diesem verantwortungsvollen Ehrenamt tätig. Ein Engagement“, so der Ehrenamtliche Kreisbeigeordnete Wolfgang Hofmann, „für das ich an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich „DANKE“ sagen möchte.“

 

Was steckt dahinter?

Patientenfürsprecherinnen und -sprecher üben ihr Amt auf der Grundlage des Hessischen Krankenhausgesetzes (HKHG 2011, § 7) unabhängig (nicht weisungsgebunden) und ehrenamtlich aus. Sie kümmern sich direkt vor Ort in den Kliniken um die großen und kleinen Sorgen der Patienten und Patientinnen, haben stets ein offenes Ohr für deren Anliegen, Beschwerden, Anregungen und Vorschläge – und vermitteln bei Problemen in allen Bereichen des Krankenhauses.

Rechte und Pflichten der Patientenfürsprecherinnen und -sprecher sind in § 7 HKHG festgelegt. Zum Beispiel:

  • Patientenfürsprecherinnen und -sprecher prüfen Anregungen und Beschwerden der Patientinnen und Patienten und vertreten deren Anliegen. Sie können sich mit Einverständnis der Betroffenen jederzeit und unmittelbar an die zuständigen Stellen wenden.
  • Patientenfürsprecherinnen und -sprecher haben alle Sachverhalte, die ihnen in dieser Eigenschaft bekannt werden, vertraulich zu behandeln.
  • Patientenfürsprecherinnen und -sprecher legen dem Kreistag jährlich einen Bericht vor. Dieser Bericht darf keine Angaben enthalten, die den Persönlichkeitsschutz von Patientinnen und Patienten, Beschäftigen oder Besucherinnen und Besuchern des Krankenhauses verletzen. Den Bericht erhalten auch der jeweilige Krankenhausträger und das für das Gesundheitswesen zuständige Landesministerium (hier: Hessisches Ministerium für Soziales und Integration).
  • Das Krankenhaus ist zur Zusammenarbeit mit den Patientenfürsprecherinnen und
    -sprechern verpflichtet. Es hat ihnen die notwendigen Auskünfte zu erteilen, Zutritt zu gewähren und ihrem Vorbringen nachzugehen.
  • Patientenfürsprecherinnen und -sprecher sind ehrenamtlich tätig.
  • Sie erhalten für diese ehrenamtliche Tätigkeit eine Aufwandsentschädigung, die Kosten hierfür trägt der Landkreis.
Kontakt

Susanne Müller-Etzold

Pressestelle

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