"Wir alle müssen zusammenhalten!": Landrat appelliert an Bürgerinnen und Bürger

Neue Coronafälle bestätigt: Zahl der Infizierten im Lahn-Dill-Kreis steigt auf 16

"Wir alle, alle Bürgerinnen und Bürger des Lahn-Dill-Kreises, können dazu beitragen, die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen und zu verlangsamen. Das ist unser aller Verantwortung. Es geht um unser aller Gesundheit. In dieser Situation, wie wir sie alle zuvor noch nicht erlebt haben, ist der Zusammenhalt immens wichtig. Deshalb meine dringliche Aufforderung und Bitte: Versucht den Kontakt zu anderen so gut es geht zu vermeiden. Denkt an eure Mitmenschen. Wir alle müssen uns jetzt solidarisch zeigen", ruft Landrat Wolfgang Schuster am Sonntagmorgen auf.

Im Lahn-Dill-Kreis hat sich die Zahl der am neuartigen Coronavirus erkrankten Menschen seit Samstag unterdessen auf insgesamt 16 Personen erhöht. Alle Patienten befindet sich in häuslicher Isolation und zeigen milde Krankheitssymptome. Die Infizierten werden engmaschig vom Kreis-Gesundheitsamt betreut. Die Kontaktketten werden ermittelt. "Nur wenn wir alle zusammenhalten, die Hygieneregeln beachten und soziale Kontakte auf ein Minimum beschränken, kann es uns gelingen unser Gesundheitssystem zu entlasten", so Schuster weiter. Der Landrat des Lahn-Dill-Kreises bittet um Verständnis für diese Maßnahmen und ruft zur Besonnenheit auf. Jeder einzelne könne mit einem geringen Aufwand zu viel beitragen.

Schulschließungen, Großveranstaltungen, soziales Leben
Im Lahn-Dill-Kreis haben sich in der vergangenen Woche alle Bürgermeisterinnen und Bürgermeister im Konsens darauf geeinigt, alle Veranstaltungen in den Kommunen des Landkreises zu verschieben oder abzusagen. Grundlage war eine Allgemeinverfügung des Lahn-Dill-Kreises. Weitergehend empfiehlt der Landkreis aufgrund der rasanten Entwicklungen dringlich, gänzlich auch auf private Treffen zu verzichten und soziale Kontakte, sofern nicht dringend notwendig, zu vermeiden. Die am Freitag durch die Landesregierung verordnete hessenweite Schließung der Schulen und Kitas ist morgen Früh Thema in der Sitzung des Verwaltungsstabes. Es wird beraten, wie eine flächendeckende Betreuung von Schülerinnen und Schülern sichergestellt werden kann, deren Eltern im sicherheitsrelevanten- und Gesundheitsbereich beschäftigt sind, damit diese auch weiterhin ihrer Arbeit nachkommen können. Bis dahin gilt, insbesondere für morgen, die am Freitag durch den Verwaltungsstab auf den Weg gebrachten Sofortmaßnahmen. Kinder von Bürgerinnen und Bürgern, die in den genannten Bereichen tätig sind, können morgen an drei Standorten im Lahn-Dill-Kreis jeweils in Kleingruppen zentral betreut werden. Die drei betreuenden Schulen sind die Grundschule Manderbach, die Schlossschule in Braunfels und die Albert-Schweitzer-Schule in Wetzlar. Von 7 bis 17 Uhr ist dort die Betreuung gewährleistet.
Die betroffenen Eltern sollten ihre Kinder jeweils zur nächstgelegenen Schule bringen.

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