Gutes Angebot: Fast alle Grundschulen im Kreis bieten Betreuung nach der regulären Unterrichtszeit an. (Foto: LDK)

Ganztagsbetreuung läuft vorbildlich

Lahn-Dill-Kreis bietet flächendeckend Versorgung für Grundschüler an

Wetzlar/Herborn/Dillenburg (ldk): "Wir haben in den vergangenen Jahren unglaublich viel am Betreuungsangebot unserer Grundschulen gearbeitet. Der Lahn-Dill-Kreis nimmt wirklich eine Vorbildfunktion ein." Landrat Wolfgang Schuster ist äußerst zufrieden. Entgegen der jüngst veröffentlichten Zahlen der Ganztagsbetreuung in Hessen steht der Lahn-Dill-Kreis mit seinen Betreuungsangeboten sehr gut dar. Im hessischen Durchschnitt haben lediglich vier von zehn Grundschülern einen Betreuungsplatz nach dem Unterricht. Das sieht im Lahn-Dill-Kreis ganz anders aus. Bis auf 5 Grundschulen bieten alle der 70 Grundschulstandorte im Lahn-Dill-Kreis die Betreuung, teilweise auch in Form eines Ganztagsangebotes (elf Grundschulen) oder dem Pakt für den Nachmittag (sechs Grundschulen), nach dem regulären Unterricht an. Dabei variieren die Zeitspannen der Betreuung von Schule zu Schule - je nach Bedarf. "Das Angebot und die Nachfrage passen momentan sehr gut zusammen. Es gibt in der Regel genug Plätze für die Grundschüler im Lahn-Dill-Kreis", so Schuldezernent und Erster Kreisbeigeordneter Heinz Schreiber.

Schülerbetreuung im Lahn-Dill-Kreis
Der Ausbau der Betreuungsangebote im Kreisgebiet ist nahezu flächendeckend erfolgt. Diese Angebote werden in Zusammenarbeit des Lahn-Dill-Kreises als Schulträger mit einem Kooperationspartner organisiert. Dies kann ein Elternverein, ein freier Träger oder die Standortkommune sein. Gemeinsames Ziel ist es, eine Betreuung anzubieten, die sich nach den Bedürfnissen der Eltern und Kinder richtet. Die Eltern sollen Gewissheit haben, dass ihr Kind in der Schule auch außerhalb des Unterrichts qualifiziert betreut wird. Die Möglichkeit zur Teilnahme der Kinder am Mittagessen sowie die Betreuung bei den Hausaufgaben und in den Schulferien tragen zur Erleichterung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie bei. Alle Betreuungsangebote an den Grundschulen im Lahn-Dill-Kreis bieten eine Hausaufgabenbetreuung an. Ein vollwertiges und kindgerechtes warmes Essen wird allen Kindern angeboten, die länger als 14:00 Uhr in der Schule betreut werden. Die Öffnungszeiten an den einzelnen Schulstandorten richten sich nach der Nachfrage der Eltern und dauern mindestens bis 13:30 Uhr, längstens bis 17:00 Uhr. Lediglich 5 Grundschulen im Kreis bieten keine Betreuung für den Nachmittag an. Diese Regelung ist mit den Eltern der Grundschüler abgestimmt. Bedarfsabfragen seitens der Schulen und des Kreises erfolgen regelmäßig. Eine Betreuung seitens der Schulen ist aus Elternsicht nicht nötig. Teilweise gibt es hier auch Kooperationen mit den Kindergärten, welche die Betreuung bei Bedarf zumindest im Zeitrahmen zwischen 7:30 und ca. 14:00 Uhr sicherstellen können.

Ganztagsangebote an Schulen
Ganztägig arbeitende Schulen sind ein maßgebliches Kriterium für die Kinder- und Familienfreundlichkeit im Lahn-Dill-Kreis. Der Lahn-Dill-Kreis strebt die Entwicklung und den flächendeckenden Ausbau der Schulen mit Ganztagsangeboten und eine Optimierung der verlässlichen Schulkinderbetreuung an. Folgende Bedingungen müssen für die Anerkennung als ganztägig arbeitende Schule dauerhaft erfüllt werden:

  • das Angebot eines warmen Mittagessens
  • eine Hausaufgabenbetreuung
  • Ruhe-, Stillarbeits- und Aufenthaltsräume
  • eine Schulbibliothek oder eine Stadtteilbibliothek mit ausreichendem medialen Angebot
  • altersgemäße Spiel-, Sport- und Bewegungsmöglichkeiten
  • Förderunterricht und Wahlangebote im Sinne der Stundentafel
  • der Nachweis von Bildungs- und Betreuungsangeboten sowie berufsvorbereitenden Angeboten vor und nach dem Unterricht.

Betreuung weiter fördern: Der Pakt für den Nachmittag
Neben dem bereits bestehenden Angebot der Ganztagsbetreuung an den Grundschulen, wird sich der Lahn-Dill-Kreis ab Beginn des neuen Schuljahres 2017/18 am sogenannten "Pakt für den Nachmittag" beteiligen. Zunächst werden sechs Grundschulen mitmachen. Dabei sollen Ganztagsangebote für die jüngsten Schülerinnen und Schüler sowie in den Grundstufen der Förderschulen noch weiter ausgebaut werden. Der neue Pakt soll zu mehr Bildungsgerechtigkeit beitragen und ist ein gemeinschaftliches Angebot von Land und Landkreis. An fünf Tagen in der Woche bieten die teilnehmenden Schulen ein verlässliches Bildungs- und Betreuungsangebot in einer festgelegten Rahmenzeit von 7:30 bis 17:00 Uhr an.

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